
Der umstrittene Surfpark am Elfrather See in Krefeld geht in die entscheidende Runde. Am Mittwoch stimmt der Krefelder Stadtrat über die erste Baugenehmigung für das Millionenprojekt ab. Die Baugenehmigung ist bereits ausgearbeitet und liegt vor. Der Rat hatte sich die Zustimmung ausdrücklich vorbehalten. Ohne sein Ja darf der Investor nicht loslegen. Investor ist die WestSurf GmbH und Co. KG aus Krefeld. Das Unternehmen plant einen Surfpark mit Wavegarden-Technologie, Gastronomie, Campingplatz und weiteren Freizeitangeboten. Das Investitionsvolumen liegt bei über 45 Millionen Euro. Eröffnung soll Ende 2028 sein. Die erste Baugenehmigung betrifft konkret Erdarbeiten und die Beseitigung von Altlasten auf dem Gelände.
Klage gegen Surfpark Krefeld – BUND zieht vor Gericht
Parallel zur politischen Entscheidung in Krefeld läuft ein Rechtsstreit. Der BUND NRW hat eine Klage gegen den Bebauungsplan beim Oberverwaltungsgericht Münster eingereicht. Die Klage umfasst nach Angaben des Umweltverbands mehr als 161 Seiten. Der BUND wirft der Stadt Krefeld schwere Fehler im Planungsverfahren vor. Kritisiert werden unter anderem Mängel beim Klimaschutz, beim Naturschutz und beim Umgang mit Altlasten auf dem Gelände. Auch eine geänderte Verkehrsuntersuchung sei nach Darstellung des BUND nicht vollständig öffentlich zugänglich gewesen. Fridays for Future unterstützt die Klage. Die Investoren halten trotz des laufenden Verfahrens an ihrem Zeitplan fest. Für Moers bleibt unterdessen eine zentrale Frage offen: Wer regelt den Verkehr, wenn jährlich fast 200.000 Besucher an die Stadtgrenze kommen?