
Die Moerser Tafel hat in den vergangenen Wochen zwei Immobilien geprüft – und beide abgelehnt. Mit keinem der Objekte wäre man glücklich geworden, sagt der Verein auf Anfrage von Radio K.W. Jetzt gibt es einen dritten Anlauf. Und der klingt konkret: Man stehe kurz vor dem Abschluss, heißt es. Details will die Tafel in Kürze über die Pressestelle der Stadt Moers bekanntgeben. Die Zeit drängt. Bis Ende September muss der Verein seine bisherigen Räume an der Wittfeldstraße in Moers verlassen. Die Tafel versorgt jede Woche rund 600 Haushalte in Moers. Und sie ist weit mehr als ein lokales Angebot – 14 weitere Tafeln im Kreis Wesel und Umland werden von Moers aus mit Lebensmitteln beliefert.
Linke im Kreistag Wesel fordert Sachstandsbericht zur Tafel Moers
Parallel zur Standortsuche wird auch die Politik aktiv. Die Fraktion Die Linke im Kreistag Wesel hat einen Dringlichkeitsantrag gestellt. Sie fordert einen Sachstandsbericht zur Lage der Moerser Tafel – auf der Sitzung des Ausschusses für Soziales und Arbeit am 10. Juni. Der Antrag richtet sich an Landrat Ingo Brohl. Die Fraktion will unter anderem wissen, wie viele Menschen die Tafeln im Kreis Wesel unterstützen, wie sich die Nachfrage in den letzten fünf Jahren entwickelt hat und welche Möglichkeiten der Kreis hat, die Moerser Tafel zu unterstützen. Fraktionsmitglied Daniel Bastijans sagt: Gerade weil die Lebensmittelpreise weiter steigen, sei die Tafel für immer mehr Menschen unverzichtbar. Eine Schließung hätte nach Einschätzung der Fraktion erhebliche Folgen – nicht nur für Moers, sondern für die gesamte Tafellandschaft im Kreis Wesel.