
Das Stahlwerk von Thyssenkrupp in Duisburg ist auch für den Extremfall gerüstet. Der Konzern hat wegen des Niedrigwassers eine Taskforce gegründet. Sollte die Schifffahrt ganz ausfallen, könnte das zwar Erträge kosten. Man sei aber weit davon entfernt, irgendwelche Hochöfen erkalten zu lassen. Schon jetzt setzt das Werk stärker als sonst auf Güterzüge. Aktuell kommen laut dem Unternehmen aber noch weiterhin Rohstoffe per Schiff an. Die Versorgung der Kunden ist also gesichert.
Täglich bis zu 60.000 Tonnen im Normaldetrieb
Im Normalbetrieb erhält Thyssenkrupp in Duisburg jeden Tag 50.000 bis 60.000 Tonnen Rohstoffe über den Wasserweg. Dabei handelt es sich vor allem um die Kernmaterialien Eisenerz und Kohle. Sie werden dringend für die fortlaufende Stahlproduktion benötigt. Mittlerweile wurde das Transportvolumen auf der Schiene verdoppelt. Im Regelbetrieb decken Züge sonst nur rund fünf Prozent des Lieferbedarfs ab. Zusätzlich wird derzeit geprüft, wie viele Rohstoffe im Notfall über die Straße per Lkw angeliefert werden könnten.