
Der gebeutelte Industriekonzern Thyssenkrupp hat eine durchwachsene Bilanz vorgelegt. Positiv ist: Das vergangene Geschäftsjahr konnte mit 532 Millionen Euro Gewinn abgeschlossen werden. Im Jahr davor musste Thyssenkrupp noch Milliardenverluste hinnehmen. Verantwortlich für das Plus ist aber unter anderem der Verkauf eines Spezialstahl-Herstellers. Der Umsatz dagegen ging um rund sechs Prozent zurück. Das liegt etwa an der gesunkene Nachfrage und niedrigeren Preisen in der Stahlsparte. Ende September beschäftigte der Konzern knapp 93.400 Menschen, fünf Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Herausforderungen am Markt und stabile Aussichten fürs laufende Jahr
Das Geschäftsjahr sei erneut von geo- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen geprägt gewesen, sagte Vorstandschef Miguel López. Unsichere Märkte und eine schwächere Kundennachfrage hätten die Geschäfte spürbar gebremst. Trotzdem habe man sich durch konsequente Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen gut behauptet. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem stabilen Umsatz. Erwartet wird eine Entwicklung zwischen minus 2 bis plus 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.