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Thyssenkrupp soll in Einzelteile zerlegt werden
© Ralf Rottmann/ Funke Foto Services
ThyssenKrupp Duisburg. Blick auf das Stahlwerk und die Kokerei von ThyssenKrupp am Montag den 27. Januar 2025 in Duisburg Alsumer Berg.
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Thyssenkrupp soll in Einzelteile zerlegt werden

Der Konzernumbau bei Thyssenkrupp nimmt drastische Züge an. Alle Sparten sollen verselbstständigt werden – aus dem Industriegiganten wird eine Holding. Für viele Beschäftigte könnte das Folgen haben.

Veröffentlicht: Montag, 26.05.2025 15:36

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Thyssenkrupp will sich komplett neu aufstellen – und zwar radikal. Nach Informationen der WAZ soll aus dem Essener Industriekonzern in den nächsten Jahren eine Holding mit mehreren eigenständigen Unternehmen entstehen. Das Ziel: Mehr Agilität, mehr Gewinnchancen, mehr Investitionen von außen. Konzernchef Miguel López will „alle Geschäftsbereiche von Thyssenkrupp verselbstständigen und für die Beteiligung Dritter öffnen“. Damit wäre die aktuelle Konzernstruktur – ein breit aufgestellter Stahl- und Industriegüterriese – bald Geschichte.

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Fünf Sparten gibt es derzeit: Autozulieferung, Stahl, Werkstoffe, Umwelttechnik und Rüstung. Alle fünf sollen nach und nach unabhängig werden. Für den Stahlbereich läuft bereits ein Joint-Venture-Plan mit einem Investor aus Tschechien. Die Marinesparte – zuständig für U-Boote und Kriegsschiffe – soll noch in diesem Jahr an die Börse gehen. Und auch die Bereiche für Autoteile und Werkstoffe stehen zur Ausgliederung bereit. Die neue Sparte „Decarbon Technologies“ – zuständig für grüne Technik – wird folgen, sobald der Markt das hergibt.

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Kritik an den Plänen kommt unter anderem aus der Politik. Die NRW-SPD warnt vor negativen Folgen für die Industrie, CDU-Arbeitnehmer fordern Unterstützung vom Bund. Auch die Thyssenkrupp-Stiftung als größte Anteilseignerin müsste sich künftig mit Beteiligungen an mehreren Firmen statt nur einer auseinandersetzen.

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