
Nach monatelangen Verhandlungen haben sich Thyssenkrupp Steel und die IG Metall geeinigt. Der Sanierungstarifvertrag für den Duisburger Stahlkonzern steht. Bis September 2030 sollen 11.000 von derzeit 26.000 Arbeitsplätzen wegfallen. 5.000 Stellen baut das Unternehmen direkt ab. Weitere 6.000 Jobs lagert der Konzern aus oder verkauft Geschäftsbereiche. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben. Stattdessen plant Thyssenkrupp Altersteilzeit, Abfindungen und eine Transfergesellschaft. Die Finanzierung der Stahlsparte ist bis 2030 gesichert.
Der Stahlkonzern leidet unter Überkapazitäten und niedrigen Preisen. Asiatische Konkurrenz setzt das Duisburger Unternehmen unter Druck. Die Produktionskapazität sinkt von 11,5 auf 9 Millionen Tonnen pro Jahr. Stahlchefin Marie Jaroni spricht von einem wichtigen Meilenstein. Personalchef Wilfried von Rath nennt die Vereinbarung zukunftsweisend. Über konkrete Abfindungen und Konditionen schweigen beide Seiten. Parallel laufen Gespräche mit dem indischen Investor Naveen Jindal über eine mögliche Übernahme. Der Inder hat bereits Zugang zu den Geschäftsdaten von Thyssenkrupp Steel erhalten.