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Tod in Kamp-Lintfort - falscher Notfallsanitäter vor Gericht
© helmutvogler - Fotolia
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Tod in Kamp-Lintfort - falscher Notfallsanitäter vor Gericht

In Kamp-Lintfort soll ein mutmaßlicher Hochstapler den Tod eines Patienten verursacht haben. Er hatte als Notfallsanitäter gearbeitet - laut Anklage nur durch gefälschte Dokumente.

Veröffentlicht: Montag, 06.07.2026 05:05

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In Kamp-Lintfort soll ein Patient Opfer eines vorgetäuschten Notfallsanitäters geworden sein. Der Mann war im vergangenen Sommer gestorben - u.a. durch die Einnahme der falschen Medikamente. Er litt unter verschiedenen Herz- und Lungenerkrankungen. Der Fall wurde jetzt bekannt, weil der Prozess in diesem Monat beginnt. Angeklagt ist ein 30-Jähriger aus Hückelhoven im Kreis Heinsberg wegen Totschlags und Urkundenfälschung. Er soll mit gefälschten Dokumenten mehrfach als Notfallsanitäter eingestellt worden sein. Bei dem Einsatz im letzten August in Kamp-Lintfort soll er auch noch das Hinzurufen eines Notarztes verhindert haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor: Er hat in Kenntnis seiner mangelnden Qualifikation den Tod des Mannes billigend in Kauf genommen. 

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Prozess startet Mitte Juli

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Ab dem 16. Juli muss sich der 30-jährige Angeklagte vor dem Landgericht Kleve verantworten. Zehn Zeugen und zwei Sachverständige sind geladen. Dabei geht es auch um einen zweite Fall in Wermelskirchen. Auch hier soll der Angeklagte durch Urkundenfälschung einen Job als Notfallsanitäter bekommen haben. Einem Patienten mit Lungenödem hatte er laut Staatsanwaltschaft eine Infusion gelegt, die zum Ersticken hätte führen können. Eine anwesende Notfallsanitäterin hatte das aber noch rechtzeitig verhindern können. Auch in Kamp-Lintfort soll ein weiterer Notfallsanitäter noch durchgesetzt haben, dass der offenbar falsch behandelte Patient ins Krankenhaus kam. Dort konnte er aber nicht mehr gerettet werden. 

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