
Der tödliche Raser-Unfall in Moers vor sieben Jahren hatte viele Menschen erschüttert. Eine 43-jährige Mutter war gestorben, weil sich zwei junge Autofahrer ein Rennen geliefert hatten. Heute gab es ein juristisches Nachspiel. Einer der verurteilten Raser klagte vor dem Verwaltungsgericht. Der 28jähriger Kosovare möchte nach seiner fünfjährigen Haft in Duisburg bleiben. Die Stadt will ihn aber als Straftäter ausweisen. Der Fall war heute Morgen verhandelt worden. Ein Urteil wird aber erst in rund zwei Wochen erwartet.
Urteil wird erst in zwei Wochen erwartet
Eine Tendenz für das Urteil war schon erkennbar. Der Richter erklärte am Schluss: „Ich halte die Ausweisung insgesamt für rechtmäßig und angemessen.“ Der heute 28-Jährige war nach dem Unfall zunächst geflüchtet, ohne sich um die schwer verletzte Frau zu kümmern. Erst nach acht Tagen hatte er sich bei den Behörden gemeldet. Rechtskräftig verurteilt wurde er nach dem illegalen Autorennen erst im dritten Anlauf - anfangs hieß es für ihn sogar lebenslänglich.