
Energieversorger RWE möchte in Voerde einen wichtigen Standort für den Kohleausstieg schaffen. 2030 soll ein Gaskraftwerk in Betrieb gehen, das für die Stromproduktion Wasserstoff nutzt. Dafür wird gerade auf dem Gelände des früheren Steag-Kraftwerks Platz geschaffen - noch diesen Monat auch wieder mit einer Sprengung. Außerdem werden gerade Leitungen geplant, um den künftigen "Energiepark Voerde" ans überregionale Erdgasnetz von Zeelink anzuschließen. Laut Amtsblatt der Stadt starten die vorbereitenden Arbeiten noch diesen Monat. Bei Vermessungen geht es etwa darum, Daten fürs Genehmigungsverfahren zu sammeln. Die rund fünf Kilometer lange Transportleitung wird von Thyssengas errichtet.
Bald steht wieder eine Sprengung an
Bis das neue wasserstofffähige Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk an den Start geht, stehen noch mehrere Sprengungen der alten Gebäude an. Am 21. August etwa werden das Kesselhaus B und zwei dazu gehörende Anlagen verschwinden. Sie umfassen zusammen eine Fläche von einem Fußballfeld. Das Kesselhaus war früher einmal das funktionale Herzstück von Block B. Hier wurde die gemahlene Steinkohle bei extrem hohen Temperaturen verbrannt. Die sogenannten Entstickungsanlagen, die mitgesprengt werden, dienten der Abgasreinigung. Das frühere Kraftwerk hatte jahrelang die Skyline von Voerde geprägt. Jede Sprengung ist damit auch ein kleiner Abschied. 2017 war die Anlage stillgelegt worden.