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Trockenheit macht Bauern im Kreis Wesel zu schaffen
© Radio Sauerland/Zidi
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Trockenheit macht Bauern im Kreis Wesel zu schaffen

Unter dem trockenen Wetter leiden nicht nur Flüsse, wie der Rhein - Auch den Landwirten im Kreis Wesel bereitet das Wetter Sorgen. Was die Kreisbauernschaft Wesel e.V. jetzt fordert, lest Ihr hier.

Veröffentlicht: Dienstag, 04.08.2026 15:06

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Besonders Kartoffeln, Mais, Zuckerrüben, Obst und Gemüse leiden weiterhin stark unter dem ausbleibenden Regen, heißt es in einer Mitteilung der Kreisbauernschaft Wesel. Das Wetter wirke sich nicht nur auf die Ernte, sondern auch auf den Futtervorrat für die Tiere aus: Aktuell drohe der Ausfall von mindestens einem Grünlandschnitt. Ein großer Teil des Jahresfutterbedarfs habe Dank des Regens im Frühjahr schon gesichert werden können. Wichtig sei nun in der aktuellen Situation die Entwicklung des Maises, der eine zentrale Rolle bei der Fütterung von Rindern spiele. In vielen Regionen leide dieser bereits erheblich unter der Trockenheit.

„Bleiben die dringend benötigten Niederschläge aus, drohen deutliche Ertragseinbußen und eine angespannte Futterversorgung im weiteren Jahresverlauf“, so der Kreisvorsitzende Leuchtenberg.

Dazu kommen auch noch hohe Kosten für Dünger, Energie und Diesel.

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Was fordert die Kreisbauernschaft Wesel e.V. jetzt?

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Vor diesem Hintergrund fordert die Kreisbauernschaft Wesel e. V. ein entschlossenes Handeln der Bundesregierung. Die Europäische Union habe bereits Mittel aus der Agrarkrisenreserve bereitgestellt, um die gestiegenen Düngemittelkosten der landwirtschaftlichen Betriebe abzufedern.

„Frankreich nutzt dieses Instrument bereits und ergänzt die EU-Mittel national. Deutschland muss jetzt nachziehen, damit unsere landwirtschaftlichen Betriebe im europäischen Wettbewerb nicht benachteiligt werden. Ebenso brauchen wir endlich die seit langem geforderte steuerfreie Risikoausgleichsrücklage. Diese würde den Betrieben ermöglichen, finanzielle Reserven für Jahre mit Extremwetter und/oder starken Marktschwankungen aufzubauen und so ihre Risiken eigenverantwortlich abzusichern.“, erklärt Johannes Leuchtenberg.
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Trockenster Juli seit Auswertungsbeginn

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Hinter uns liegt der trockenste Juli seit Auswertungsbeginn. Das zeigen aktuelle Daten von Emschergenossenschaft und Lippeverband. Entlang der Emscher fielen im Juli 2026 durchschnittlich nur 11,6 Millimeter Regen, während das 130-jährige Mittel bei 83 Millimetern liegt. Damit wurde der bisherige Negativrekord aus dem Jahr 2018 unterboten. Auch an der Lippe wurde mit nur 13,4 Millimetern ein neuer Tiefstwert seit 1983 gemessen. An durchschnittlich nur sieben Tagen im gesamten Monat hat es laut den Verbänden überhaupt geregnet. Gleichzeitig lagen die Temperaturen deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Der regenreichste Einzeltag war der 26. Juli, als bei einem Gewitter beispielsweise in Bochum über 13 Millimeter Regen gemessen wurden.

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Folgen für Gewässer und Tiere

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Die anhaltende Dürre hat spürbare Folgen für die Gewässer und Böden bei uns vor Ort. In Bächen und Flüssen sinkt durch das Niedrigwasser der Sauerstoffgehalt, was Fische und andere Wassertiere gefährdet. Gleichzeitig trocknen die Böden massiv aus. Das Problem: Wenn es plötzlich stark regnet, kann die harte Erde das Wasser kaum aufnehmen. Dadurch steigt das Risiko für lokale Überflutungen, heißt es von den Wasserwirtschaftsunternehmen.

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