
In Duisburg haben am Wochenende über tausend Menschen gegen eine geplante CO2-Pipeline demonstriert. Aufgerufen hatten unter anderem Waldjugend und Fridays for Future. Sie sorgen sich vor allem um den Duisburger Stadtwald. Eine Variante der Trasse könnte 17 Hektar davon auf einer Länge von sechs Kilometern betreffen. Gegen die Rodungen haben auch schon rund 8800 Menschen bei einer Online-Petition unterschrieben. Die Pipeline von Open Grid Europe ist insgesamt rund 200 Kilometer lang. Auch der Kreis Wesel könnte dabei durchquert werden - unter anderem Moers, Dinslaken oder Schermbeck.
Unterlagen liegen noch bis Monatsende aus
Die Pipeline soll CO2 aus Industriebetrieben in die Niederlande transportieren. Von dort soll es zu Speicherstätten unter der Nordsee gelangen. Noch ist nichts entschieden über eine endgültige Trasse. Es gibt auch noch umweltverträglichere Varianten als die Stadtwald-Route. Die ist aber die kürzeste und technisch am wenigsten aufwändig. Die aktuellen Unterlagen zur Pipeline liegen noch bis 26. Oktober öffentlich aus. Bis dahin sind auch Einwände möglich. Hier geht es zum Beteiligungsverfahren.