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Über drei Jahre Haft nach tödlichem Raserunfall in Krefeld
© helmutvogler - Fotolia
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Über drei Jahre Haft nach tödlichem Raserunfall in Krefeld

Ein Häftling der JVA Moers nutzte seinen Freigang ausgerechnet, um mit seinem Auto ordentlich Gas zu geben. Seine Raserei endete für eine 70-Jährige tödlich. Jetzt ist das Urteil gefallen.

Veröffentlicht: Dienstag, 07.07.2026 05:16

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Nach einem tödlichen Raserunfall in Krefeld ist das Urteil gefallen. Der 53-jährige Angeklagte muss weitere dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Gericht ging dabei von einem illegalen Rennen mit Todesfolge aus. Zu dem Unfall kam es, als der Häftling der Moerser JVA gerade auf Freigang war. Im vergangenen Dezember fuhr er auf der Nieper Straße drei Mal schneller als erlaubt. In einer Kurve verlor er die Kontrolle. Eine 70-jährige Autofahrerin hatte keine Chance, noch rechtzeitig auszuweichen. Die Wucht des Aufpralls war so stark, dass ihr Auto auch noch gegen eine Hauswand schleuderte. Die Fahrerin überlebte den Unfall nicht.  

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Verteidigung kündigte Berufung an

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Der Angeklagte war zum Unfallzeitpunkt wegen Insolvenzverschleppung und einer nicht bezahlten Geldstrafe im offenen Vollzug. Nach dem Unfall wurde er in den geschlossenen Vollzug verlegt. Das Gericht glaubte der Schilderung des zweifachen Familienvaters nicht, wonach er damals «nur in Gedanken» zu schnell gefahren sei. Er sei mit seiner Frau auf dem Weg nach Krefeld gewesen, um Weihnachtsgeschenke für die Kinder zu kaufen, hatte er ausgesagt. Der Verteidiger hatte eine Strafe auf Bewährung für seinen geständigen Mandanten für ausreichend gehalten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig - die Verteidigung kündigte an, in Berufung zu gehen. 

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