
Hector L. fährt am 27. März mit Freunden in die Düsseldorfer Altstadt. Im Laufe des Abends zieht er allein weiter. Passanten finden ihn gegen zwei Uhr morgens bewusstlos auf einem Gehweg an der Königsallee. Der Rettungsdienst bringt ihn in die Düsseldorfer Uniklinik. Dort zeigt sich das Ausmaß der Verletzungen: ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, ein Schädelbruch und eine Hirnschwellung. Die Ärzte versetzen den 27-Jährigen in ein künstliches Koma. Seine Wertsachen – Handy, Uhr, Halskette und Portemonnaie – sind verschwunden. Die Polizei geht von einem Raubüberfall aus. Wochen später erwacht Hector aus dem Koma und erholt sich seither.
Tatverdächtige sind polizeibekannt
Wie jetzt durch einen Bericht des Justizministeriums an den Landtag bekannt wird, hat die Polizei mehrere Tatverdächtige identifiziert. Die Verdächtigen sind bereits polizeibekannt – wegen Diebstahls, Drogendelikten und Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz. Ermittelt wird wegen schweren Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Die Täter sollen Hectors Handy, eine Luxusuhr, eine Halskette, ein Fitnessarmband und einen Cardholder erbeutet haben. Wie genau es zu den schweren Verletzungen kam, sagt die Staatsanwaltschaft nicht. Ob die Verdächtigen in Haft sind, bleibt ebenfalls offen – die Behörde verweist auf ermittlungstaktische Gründe. Die Ermittlungen laufen weiter.