
Das Familienunternehmen Underberg aus Rheinberg schließt sein Geschäftsjahr 2025/26 mit einem Umsatzplus ab. Die Konzernerlöse steigen auf 136,9 Millionen Euro – ein Plus von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: Der deutsche Spirituosenmarkt gibt im gleichen Zeitraum um 3,7 Prozent nach. Das Unternehmen wächst also gegen den Trend. Wesentliche Treiber sind das Auslandsgeschäft, das Portfolio internationaler Vertriebsmarken sowie neue Eigenprodukte. CEO Michael Söhlke sagt, das zweite Halbjahr habe die Erwartungen übertroffen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen liegt mit 12,3 Millionen Euro sogar über dem eigenen Zielkorridor von elf bis zwölf Millionen Euro. Underberg ist in mehr als 120 Ländern aktiv und beschäftigt rund 250 Mitarbeitende am Niederrhein
Underberg Rheinberg – Auslandsgeschäft und neue Produkte als Wachstumstreiber
Besonders stark wächst das Auslandsgeschäft: Der Absatz steigt hier um 9,1 Prozent. Vor allem die USA entwickeln sich positiv – die dortige Vertriebstochter ist inzwischen so bedeutend, dass sie erstmals in die Konzernbilanz einbezogen wird. Auch das Portfolio internationaler Vertriebsmarken legt zu – um 15,2 Prozent. Um die steigende Nachfrage zu bedienen, baut Underberg seine Produktionskapazitäten aus – eine neue Abfülllinie am Standort Rüdesheim im Rheingau soll vor Ostern 2027 in Betrieb gehen. CEO Söhlke warnt allerdings auch: Die geplante Erhöhung der Alkoholsteuer dürfte den Absatz künftig bremsen – und zwar branchenweit. Das Unternehmen will deshalb weiter auf Internationalisierung und neue Produkte setzen. Noch in diesem Sommer kommt ein neues Ready-to-Drink-Produkt unter der Marke XUXU auf den Markt.