Unternehmer fürchten neues Bürokratiemonster

Unternehmerverband warnt vor der Abschaffung der sachgrundlosen Befristung. Vor allem Berufsanfänger und -rückkehrer würden von der bisherigen Regelung profitieren.

Die heimische Unternehmer fürchten mehr Bürokratie, wenn die sachgrundlosen Befristung abgeschafft wird. Die aktuellen Pläne der Bundesregierung lehnen sie ab. Das gehe an der Wirklichkeit vorbei. Flexible Beschäftigungsformen seien wichtig, um auch bei unsicherer Auftragslage noch Personal einzustellen. Ausserdem seien befristete Stellen besser als Arbeitslosigkeit, und sie sind mit einer Übernahmequote von 44 Prozent nach wie vor eine gute Einstiegsmöglichkeit. Gerade für Berufsanfänger und -rückkehrer bieten sachgrundlose Befristungen Vorteile. Befristete Arbeitsverträge seien auch ein Grund für das Jobwunder der letzten Jahre. Ausserdemn predige die Regierung Wasser und trinke selber Wein - im öffentlichen Dienst gebe es viel mehr befristete Arbeitsverträge als beispielsweise in der Elektroindustrie.

Laut Koalitionsvertrag will die Regierung den Anteil sachgrundloser Befristungen bei Firmen mit mehr als 75 Mitarbeitern auf 2,5 Prozent der Beschäftigten beschränken und die Höchstdauer dieser Befristungen von 24 auf 18 Monate verkürzen. Gewerkschaften und LINKE gehen diese Planungen noch nicht weit genug.

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