
Im Prozess um ein totes Baby in Goch wird heute das Urteil erwartet. Die 38-jährige Mutter ist wegen Totschlags angeklagt. Die Polizei war im Sommer über die Geburt und das Verschwinden des Neugeborenen informiert worden. Gefunden wurde das Mädchen schließlich in einem Müllcontainer. Die Mutter hatte erklärt, sie habe das Baby für tot gehalten. Die Obduktion ergab aber, dass es nach der Geburt noch selbstständig geatmet hatte. Das war bei einem so genannten Lungentest herausgekommen.
Mutter sitzt in Dinslaken in U-Haft
Der Müllcontainer befand sich unweit des Wohnortes der Mutter. Laut Medien wurde vor Gericht geschildert, dass sie unter starkem emotionalen Druck in einer Unterkunft für Geflüchtete lebte. Sie hat demnach auch noch einen Sohn im Teenager-Alter. 2022 war sie mit ihm vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet – zunächst nach Tschechien und später nach Deutschland. Seit dem Sommer sitzt die 38-Jährige im Dinslakener Frauengefängnis in U-Haft.