
Im Prozess um einen Umweltskandal am Niederrhein sind die Urteile gefallen. Es ging um die illegale Entsorgung von giftigem Löschschaum in Viersen. Ein 67-jähriger Firmenchef aus Willich und sein 49-jähriger Mitarbeiter aus Kempen erhielten Bewährungsstrafen. Außerdem wurden die Erträge eingezogen und befristete Berufsverbote verhängt. Beide Männer hatten vor Gericht gestanden. Vier Jahre lang hatten sie ohne Genehmigung tonnenweise Schaum aus Feuerlöschern angenommen und nur teilweise sachgemäß entsorgt. Die Ermittler gingen von insgesamt 208 Tonnen aus.
Grundwasser durch giftige Chemikalie gefährdet
Im Juni war der Umweltskandal bei einer Razzia aufgeflogen. In einer Scheune in Viersen waren 25 Tonnen Feuerlöscher und 40 Tonnen Löschmittel sichergestellt worden. Außerdem wurden dort und am Firmensitz erhöhte Werte der Ewigkeitschemikalie PFAS gemessen. Dadurch war auch das Grundwasser gefährdet. Bei den eingezogenen Erträgen handelt es sich um insgesamt rund 300.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft hatte Haftstrafen von zwei bzw. sechs Jahren gefordert.