
Heute wird das Urteil im Prozess um Kindesmissbrauch in Moers erwartet. Ein 55-Jähriger soll sich über 80 Mal an seiner eigenen Tochter vergangen haben. Das Mädchen war zur Tatzeit erst im Grundschulalter. Laut RP hat der Mann die Taten vor Gericht bestritten. Die Anklage wirft ihm dagegen ein manipulatives Verhalten vor. Er soll das Kind mit perfiden Drohungen und einem hohen emotionalen Druck zum Schweigen gebracht haben. Vor der Mutter soll er die Taten geschickt getarnt haben, schreibt die Zeitung. Auch sie sagte in dem Prozess aus, genauso wie die mittlerweile 25-jährige Tochter.
25-Jährige leidet noch heute unter Flashbacks
Zu dem Missbrauch soll es zwischen 2007 und 2009 gekommen sein. Die Familie lebte damals in Moers. Der 55-jährige Angeklagte ist heute in Nettetal gemeldet. Eine große Rolle spielte vor Gericht offenbar auch eine Gutachterin. Sie äußerte sich etwa dazu, warum die Aussagen des Opfers nach der langen Zeit Lücken aufwiesen. Das Fehlen präziser Details erklärte sie laut Zeitung für nachvollziehbar. Die junge Frau leidet nach eigener Aussage noch heute unter der psychischen Last zum Beispiel durch Flashbacks.