
Ein 49-jähriger Kamp-Lintfort steht ab heute wegen Vergewaltigung vor Gericht. Er soll sich an drei Frauen vergangen haben. Die Anklage wirft ihm über 30 Taten vor – darunter auch körperliche Misshandlungen. Sie sollen sich über fast zwei Jahre erstreckt haben. Der Prozess war mehrfach neu aufgerollt worden. Teils hatten die Opfer da schon vor Gericht aussagen müssen. Erst mussten neue Gutachten eingeholt werden. Dann kam es durch die Erkrankung des Verteidigers zu Verzögerungen.
Auch eine Nichte musste schon aussagen
Bei der letzten Verhandlung im vergangenen Jahr kam unter anderem eine "rituelle Waschung" zur Sprache. Laut NRZ soll es dabei zu einem sexuellen Übergriff an einer damals 19-Jährigen gekommen sein. Auch eine Nichte des Angeklagten hatte ihn demnach schon schwer belastet. Als sie durch Medikamente benommen war, soll er versucht haben, Sex mit ihr zu haben.