
In der Nacht zu Dienstag verschwindet eine 31-jährige Mutter mit ihrem sechs Monate alten Sohn aus der Helios St. Johannes Klinik in Duisburg-Hamborn. Das passiert gegen zwei Uhr morgens. Der Junge ist zu diesem Zeitpunkt noch in Behandlung. Er hat einen Zugang in der Vene und braucht dringend Antibiotika. Die Klinik verständigt sofort die Polizei. Mehrere Streifenwagen rücken aus. Auch ein Personenspürhund ist im Einsatz. Die Ermittler suchen rund um das Krankenhaus und auch an der Wohnanschrift der Mutter. Die Spurensuche vor Ort dauert bis in die Morgenstunden. Das Baby bleibt zunächst verschwunden.
Kinderschutzfall mit internationalem Ende
Im Laufe des Dienstags wird klar: Es handelt sich um einen Kinderschutzfall. Die Klinik hatte während des Aufenthalts Auffälligkeiten festgestellt und die klinikinterne Kinderschutzgruppe eingeschaltet, schreibt die NRZ. Die Polizei geht von Lebensgefahr für den Säugling aus. Am Nachmittag veröffentlichen die Ermittler ein Foto der Mutter und bitten die Bevölkerung um Hilfe. Hinweise deuten darauf hin, dass die Frau mit einem Mann und mehreren Kindern in einem VW Sharan mit ausländischem Kennzeichen unterwegs ist. Am Dienstagabend dann die Auflösung: Mutter und Kind tauchen in Ungarn auf. Das Baby wird sofort medizinisch versorgt. Laut Polizei geht es dem Säugling den Umständen entsprechend gut.