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Versuchte Sabotage an Stromnetz in Wesel?
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Versuchte Sabotage an Stromnetz in Wesel?

Ein Umspannwerk in Wesel ist ins Visier der Ermittler geraten. Nach einem Loch im Zaun sucht die Polizei weiter nach dem mutmaßlichen Saboteur des deutschen Stromnetzes.

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Am Umspannwerk in Wesel hat eine Polizeistreife in der Nacht ein Loch im Zaun entdeckt. Mehr Beamte rückten sofort an und prüfen die Anlage. Hinweise auf eine konkrete Straftat finden sie dabei nicht. Trotzdem reagiert die Polizei sensibel auf den Fund. „Wir sind jetzt sensibilisiert in Bezug auf solche Einrichtungen und fahren dort vermehrt Streife“, sagt ein Polizeisprecher der dpa. Der Hintergrund: Seit Tagen läuft eine bundesweite Fahndung nach einem 48-Jährigen aus Gevelsberg. Ihm werden mehrere Sabotage-Angriffe auf das Stromnetz zur Last gelegt. Auch am Wochenende bleibt der Verdächtige unauffindbar. Ein Großeinsatz im Hambacher Forst bei Köln am Sonntag bringt keine neuen Spuren. Inzwischen fahndet die Polizei auch nach einem Fahrrad, das der Mann möglicherweise genutzt hat.

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Sabotage-Serie reicht bis nach Sachsen

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Die bisherigen Taten konzentrieren sich auf Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und zuletzt Sachsen. In allen drei Bundesländern wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt. Am Freitag finden Beamte in der Gevelsberger Wohnung des Verdächtigen Sprengstoff. Kurz darauf stürmt ein Spezialeinsatzkommando in Niederzier am Tagebau Hambach einen zum Wohnmobil umgebauten Lastwagen. Der Gesuchte befindet sich jedoch nicht darin. Hintergrund der Fahndung sind zwei Bekennerschreiben, die bei mehreren Medienhäusern und auch bei der Deutschen Presse-Agentur eingehen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) ordnet die Schreiben laut dpa als glaubwürdig ein. „Das Wissen, was offenbart wird in diesen Schreiben, das ist eindeutiges Täterwissen“, sagt Dobrindt der Deutschen Presse-Agentur. Zum Motiv spricht er von „Klimaterrorismus“ eines Einzeltäters. In einem der Schreiben heißt es: „Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen.“

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