
Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion errichtet in Voerde eine neue 380-Kilovolt-Schaltanlage. Sie trägt den Namen „Zensenbusch“ und entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Steinkohlekraftwerks. Für Montagearbeiten an einem bestehenden Strommast muss die Friedrichstraße vom 21. September bis zum 2. Oktober gesperrt werden. Autofahrer und Radfahrer müssen in diesem Zeitraum einen Umweg fahren.
Schaltanlage Voerde entsteht am Kraftwerksgelände
Die neue Schaltanlage ist Teil der Transformation des Kraftwerksstandortes. Sie schafft die technische Grundlage dafür, dass RWE das Gelände künftig weiter nutzen kann. Geplant ist unter anderem ein wasserstofffähiges Gaskraftwerk. Für den Anschluss ans Höchstspannungsnetz nutzt Amprion einen bereits bestehenden Mast. Der Mast steht auf der anderen Seite der Friedrichstraße. Deshalb müssen die Leiterseile über die Straße gespannt werden. Genau dafür ist die Sperrung notwendig. Der Rückbau des alten Kraftwerks soll nach aktuellem Stand Mitte 2027 abgeschlossen sein. Bis 2030 will RWE dort ein neues Gas- und Dampfturbinenkraftwerk bauen.
Friedrichstraße in Voerde wird zwölf Tage gesperrt
Die Sperrung betrifft den Abschnitt zwischen Frankfurter Straße und der Straße Auf der Horst. Autofahrer werden über die Rahmstraße umgeleitet. Radfahrer und Fußgänger nutzen als Ausweichroute die Straße Auf der Horst. Der genaue Zeitraum richtet sich nach dem Bauablauf und nach freien Wartungsfenstern im Stromnetz. „Das sind Zeiträume, in denen einzelne Leitungen vom Netz genommen werden, um sicher an ihnen arbeiten zu können, während der Strom über andere Leitungen transportiert wird“, sagt Matthias Machinek, Projektsprecher bei Amprion. Ein weiterer Ausbauschritt ist bereits geplant. Im Norden des Kraftwerksgeländes soll die Anlage „Möllen“ entstehen. Sie soll künftig zusätzliche Leistung bereitstellen und den Energiepark am Standort weiterentwickeln.