
Die Stadt Voerde will die Elternbeiträge für Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege und den offenen Ganztag neu regeln. Der Vorschlag der Verwaltung liegt aktuell den politischen Gremien vor. Der Höchstsatz für den offenen Ganztag steigt dabei von 150 Euro auf 249 Euro im Monat. Mehr erlaubt das Land den Kommunen nicht. Auch bei der Kita-Betreuung für Kinder unter drei Jahren wird es teurer, im höchsten Fall bis zu 675 Euro monatlich. Diese Höchstsätze greifen aber erst bei einem Jahreseinkommen von über 120.000 Euro brutto. Nach Angaben der Stadt sollen Familien mit kleinem und mittlerem Einkommen bei der Kita-Betreuung sogar entlastet werden. Zusätzlich soll künftig auch beim sogenannten Geschwisterbonus gespart werden. Bislang ist ein zweites Kind in der Kita komplett beitragsfrei, in der OGS wird bereits jetzt der halbe Beitrag fällig. Nach der neuen Regelung soll für das zweite Kind grundsätzlich der halbe Beitrag gelten, ab dem dritten Kind bleibt es weiterhin beitragsfrei. Hier gibt es die Infos im Ratsinfromationssystem der Stadt.
Eltern in Voerde wollen sich gegen Kita-Reform wehren
Mehrere betroffene Eltern und die Schulpflegschaft der Otto-Willmann-Schule wollen sich mit den Plänen nicht zufriedengeben. Sie kündigen eine Bürgerpetition an, ergänzt durch eine Unterschriftenaktion auf dem Voerder Wochenmarkt. Zusätzlich soll ein offener Brief an Bürgermeister Dirk Haarmann gehen. Damit wollen die Eltern auf ihre Sorgen aufmerksam machen, bevor die politischen Gremien final über die neue Satzung entscheiden. Der Jugendhilfeausschuss hat sich bereits mit dem Thema befasst. Als Nächstes berät der Schulausschuss am 23. September, danach folgt der Haupt-, Personal- und Finanzausschuss am 29. September. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat am 6. Oktober. Tritt die neue Satzung wie geplant in Kraft, gilt sie ab dem 1. August 2027.