
Zwischen Voerde und Rheinberg rollen die Bagger. Der Energienetzbetreiber Amprion verlegt dort auf elf Kilometern ein neues Hochspannungs-Erdkabel. Erste Straßensperrungen sind bereits in Kraft. Bis Ende August ist zum Beispiel die Straße Kuicksgrind in Rheinberg-Eversael nahe des Rheins gesperrt. Betroffen sind vor allem landwirtschaftlich genutzte Nebenstraßen rund um die Baustelle. Das Projekt ist Teil der rund 53 Kilometer langen Stromtrasse von Wesel bis nach Osterrath bei Meerbusch. Bisher transportiert die Leitung Strom mit 220 Kilovolt. In Zukunft sollen es 380 Kilovolt sein. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat das Projekt Mitte April genehmigt.
Voerde und Rheinberg: Rhein und Momm-Niederung werden untertunnelt
Das neue Kabel kreuzt sowohl den Rhein als auch die Momm-Niederung – aber nicht offen, sondern im Tunnel. Das soll Natur und Grundwasser schützen. Auf freiem Feld dagegen arbeitet Amprion in offener Bauweise mit Erdaushub. Baumaschinen werden nur an gesicherten Stellen betankt. Biologisch abbaubare Betriebsstoffe kommen zum Einsatz. Ein Grundwassermonitoring begleitet die gesamten Arbeiten. Die Stromversorgung in der Region bleibt während der Bauzeit stabil, teilt Amprion mit. Fertig sein soll die Verbindung zwischen Voerde und Rheinberg im Jahr 2031.
Amprion informiert Anwohner per Newsletter
Kommende Straßensperrungen kündigt Amprion nach eigenen Angaben rechtzeitig an. Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann den „Bau-Newsletter Rheinquerung" abonnieren. Anmeldung und aktuelle Infos gibt es auf der Projekt-Homepage von Amprion. Alle Arbeiten laufen in Abstimmung mit Grundstückseigentümern und zuständigen Behörden. Bei Xanten verlegt Amprion ebenfalls Kabel unter dem Rhein – dort aber handelt es sich um die neue Stromautobahn A-Nord. Das Projekt zwischen Voerde und Rheinberg ist ein anderes: Hier geht es um die Verstärkung einer bestehenden Leitung.