Anzeige
Voerder Schüler kämpfte gegen Ausschluss von Klassenfahrt
© helmutvogler - Fotolia
Teilen:

Voerder Schüler kämpfte gegen Ausschluss von Klassenfahrt

Die Familie eines Neunjährigen aus Voerde hat vor Gericht durchgesetzt, dass der autistische Junge mit auf Klassenfahrt darf. Die Schule hatte Sorgen wegen der Risiken.

Veröffentlicht:

Anzeige

Ein neunjähriger Schüler aus Voerde war vor dem Verwaltungsgericht erfolgreich. Der autistische Junge hatte einen Eilantrag gestellt, weil er nicht mit auf Klassenfahrt nach Spiekeroog durfte. Die Schule hatte Sorge, dass er durch sein Verhalten zur gesundheitlichen Gefahr für sich oder andere wird. Sie verwies dabei auf seine Beeinträchtigungen durch Autismus und ADHS. In unplanbaren Situationen hatte der Junge demnach im Schulalltag schon impulsiv, emotional und nicht lenkungsfähig reagiert. Das Verwaltungsgericht entschied aber, dass der Ausschluss des Neunjährigen von der Klassenfahrt unverhältnismäßig ist. Er verletze außerdem sein Recht auf Teilhabe.

Anzeige

Integrationskraft fährt mit

Anzeige

Laut Gericht müssen Schulen bei der Organisation von Fahrten auf neurodivergente Kinder Rücksicht nehmen. Der neunjährige Schüler aus Voerde wird jetzt bei der fünftägigen Klassenfahrt von einer Integrationskraft begleitet. Die war von den Eltern offenbar noch organisiert worden. Damit ist für den Jungen eine 1-zu-1-Betreuung gewährleistet. Auch die Mutter, eine Kinderkrankenschwester, hält sich zeitgleich auf Spiekeroog auf und kann im Bedarfsfall hinzugezogen werden. Gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts kann noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden. Start der Klassenfahrt ist aber schon heute.

Anzeige
Anzeige
Anzeige