Wald, Wiese, Wasser - das sind die schönsten Ausflugstipps am Niederrhein

Der Frühling ist da, die Sonne scheint - was gibt es Schöneres als einen Ausflug zu machen? Vielleicht auf die andere Rheinseite? Die Redaktion hat ihre liebsten Tipps gesammelt.

Mommbachwiesen in Voerde
© Stadt Voerde

Der Niederrhein hat so viele schöne Orte zu bieten - ob mit dem Rad oder zu Fuß. Trotzdem bewegt man sich meist in dem gleichen Radius und steuert nur andere Ziele an. Wir haben in der Redaktion gefragt: Wo verbringt ihr eure Freizeit? Diese Ausflugsziele sind dabei zusammengekommen.

Natur mit Kindern entdecken in Hamminkeln-Marienthal

© Radio K.W.
© Radio K.W.

Es gibt Orte im Kreis Wesel, die haben einen ganz besonderen Zauber - Hamminkeln-Marienthal gehört definitiv dazu. Und deswegen sollte man auch unbedingt mal hinfahren. Denn Marienthal ist auch in Coronazeiten zauberhaft - klar, die ganzen kleinen Geschäfte, Cafes und Restaurants haben nicht geöffnet, gucken und wandern kann man aber trotzdem. Erstmal übers alte, romantische Kopfsteinpflaster flanieren. Über den Klosterhof gehen, in die Kirche spinxen - und dann ab auf die Wanderwege: Den historischen Rundweg z.B., der direkt an der Klosterkirche startet. Oder auf den Weg der Poesie, einmal rund um die Kulturwiese. Oder auch auf den Kinder-Natur-Lehrpfad, der angenehme drei Kilometer lang ist. Hier gibt es als besonderes Highlight auch Esel zu sehen. Im Gepäck sollte man definitiv einen Snack und was zu trinken haben - und eine gute Kamera, denn man will an jeder Ecke ein Foto schießen, versprochen. 

Moor- und Dünenlandschaft im Diersfordter Wald in Wesel

© Luca Semrok
© Luca Semrok

Der Diersfordter Wald zwischen Wesel-Diersfordt und Hamminkeln ist der größte zusammenhängende Eichenwald Nordrhein-Westfalens, in dem die meisten der sonst seltenen Hirschkäfer leben. Die Holländer nennen den "den fliegenden Hirsch" - und so heißt auch eine Wanderroute durch den Diersfordter Wald. Meine Empfehlung: Packt ein paar Snacks und was zu trinken ein und parkt dann am Hundesportverein. Von hier könnt ihr eine große Runde laufen - durch wunderschöne Moor- und Heideflächen mit Sanddünen. In dem heute noch 350 Hektar großen Gehege leben Rothirsch, Damhirsch, Mufflon und Wildschweine. Wenn ihr über den Holzbohlenweg lauft, fühlt ihr euch wahrscheinlich ein bisschen wie im Urlaub - und das mitten am Niederrhein. Und über die Snacks und Getränke freut ihr euch mindestens auf halber Strecke - denn so eine Runde dauert locker 1,5 Stunden.

Hundehalter werden dringend gebeten, ihre Hunde anzuleinen, um die Natur nicht zu stören. Dort ist mit dem beginnenden Frühling Nachwuchs im Anmarsch, der nicht gestörte werden soll.

Seeluft schnuppern im Xantener Kurpark

© Radio K.W.
© Radio K.W.

Der Kurpark in Xanten hat es echt verdient, dass man Werbung für ihn macht. Man kann ihn auf einem etwa drei Kilometer langen Rundweg durchwandern, einmal komplett rum um die Xantener Altstadt. Dabei gibt es echt viel zu sehen: das Gradierwerk, an dem es gute Seeluft zu atmen gibt. Die Kriemhildmühle - in deren Garten man frischen Kuchen, Brot und Kaffee verputzen kann. Die einzelnen Kunstinstallationen am Wegesrand, der Barfußpfad.... und, und, und. Unser Tipp: Ein Federballspiel einpacken und auf der riesigen Wiese am Ostwall mit massig viel Platz ein paar Bälle kloppen. Oder, was für Genießer: Mit einem Picknickkorb voll mit Quiche, Wein und Kuchen und einem Satz Boulekugeln im Rosengarten ein bisschen so tun, als wäre man alter Franzose. Ist fast wie Urlaub. 

Märchenwald am Bach in Hamminkeln-Dingden

© Sebastian Falke, Radio K.W.
© Sebastian Falke, Radio K.W.

Wir bewegen uns jetzt fast schon im Exil am Rande zum Westmünsterland: Ich empfehle einen Gang durch die Unweiten der Dingender Heide. Könnte ich mir auch für diejenigen vorstellen, die mal weiter weg wollen und z.B. auch von der linken Rheinseite rüber auf die andere Seite neues Land erkunden wollen. Es lohnt sich in jedem Fall: Natur so weit das Auge reicht. Und vor allem: Ruhe und Entspannung. Es vielleicht gerade auch mal nicht schlecht. Dazu geht's über Stock und Stein. Für die Kids gibt's auch was und zwar einen kleinen Märchenwald mit alten Ruinen, die an einem Bach gelegen sind und zum klettern und toben einladen. In der Nähe liegt dann der Campingplatz, der normalerweise auch kleine Ferienwohnungen anbietet. Das Ganze gelegen an einem See mit kleinem Sandstrand, wo man auch etwas Beachvolleyball zocken kann. Egal, was Corona gerade zulässt: In dem kleinen Imbiss dort gibt's auf jeden Fall eine Kugel Eis auf die Hand. Und das hebt die Laune meist ja schon ein bisschen. Falls ihr Lust bekommen habt, dann gebt mal im Navi die Krechtinger Straße in Dingden ein - dort gibt's einen Wanderparkplatz und der ist groß genug.

Ruhrpott-Romantik auf der Halde Rheinpreußen

© Arnulf Stoffel / Funke Foto Services
© Arnulf Stoffel / Funke Foto Services

Jetzt, wo die Tage länger werden und das Wetter besser wird: einmal mit einem kleinen Picknickkorb auf die etwa 100 Meter hohe Halde Rheinpreußen wandern! Dort steht die größte Grubenlampe der Welt - das Moerser Geleucht. Dieses Wahrzeichen sehen täglich tausende Autofahrer von der Rheinbrücke auf der A42. Besonders schön ist der Blick darauf in der Abenddämmerung: Von April bis Oktober ist es täglich bis 23 Uhr beleuchtet. Und auch ein 8.000 Quadratmeter großer Bereich der Halde taucht jeden Abend in glutrotes Licht ein. Die Halde ist auch in Corona-Zeiten geöffnet - nur auf das Beklettern des Geleuchts muss in dieser Zeit verzichtet werden.

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