
Seit 9 Uhr steht die Arbeit bei Norgren in Alpen still. Die IG Metall hat zum Warnstreik aufgerufen. Vor dem Werkstor stehen rund 50 bis 70 Beschäftigte, wie unser Reporter Jonathan Goeke vor Ort berichtet. Die Streikenden verfolgen bislang friedlich die Reden, die dort gehalten werden. Ein rotes Zelt ist aufgebaut, dazu Bierbänke mit belegten Brötchen. Hintergrund ist der Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn bei zwölf Monaten Laufzeit. Die Arbeitgeber bieten bislang eine Einmalzahlung für 2027 sowie eine Erhöhung um 1,3 Prozent für 2028.
Tarifstreit: Nach Alpen geht es weiter nach Dinslaken
Nach Angaben unseres Reporters vor Ort zieht ein Teil der Streikenden im Anschluss weiter nach Dinslaken. Dort steht bereits der nächste Warnstreik an. Die IG Metall hatte die Warnstreikwelle am Montag in Dinslaken bei Benteler Steel/Tube gestartet, mit über 120 Beschäftigten. Geschäftsführer Ünsal Başer kündigt an, den Druck weiter zu erhöhen, sollten sich die Arbeitgeber in der nächsten Verhandlung nicht bewegen. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 9. November geplant.