
Im Kreis Wesel haben sich wieder viele Störche zum Brüten niedergelassen. Das prominenteste Nest gibt es dabei in Wesel-Bislich. An der Kirchenwoy sorgt jedes Jahr eine Webcam für einen Live-Stream. Im März zählten da die Storchen-Fans auf Youtube schon vier Eier. Und dann war plötzlich Schluss. Die Kamera ging offline wie schon 2024. Weil die Brut schon begonnen hat, lässt sich leider aktuell auch nichts mehr reparieren. Das musste der Heimatverein den enttäuschten über 1400 Abonnenten mitteilen. Wir müssen also warten, bis sich - vielleicht Anfang Mai herum - die ersten Küken zeigen. Der Lebensraum am Niederrhein bietet Störchen ideale Bedingungen: weite Wiesen, Feuchtgebiete und reichlich Nahrung in Form von Insekten, Fröschen und kleinen Säugetieren.
114 Brutpaare im vergangenen Jahr im Kreis Wesel
Der Kreis Wesel gehört zu den Top-Regionen für Störche. Schon letztes Jahr gab es bei uns 114 Brutpaare - neben Wesel etwa auch in Rheinberg oder Hamminkeln. Damit liegen wir in NRW auf Platz 2. Immer mehr Störche überwintern sogar bei uns. Das Nest an der Kirchenwoy mit der Webcam ist eins von elf auf einer 14 Kilometer langen Rad- oder Wander-Route. Auch im letzten gab es hier schon vier Eier. Am Ende überlebte aber nur einer der kleinen Störche. Viele Nutzer der Webcam waren geschockt, weil die Eltern die schwächsten Küken aus dem Nest geworfen hatten. Laut NABU hatte die anhaltende Trockenheit es den Altvögeln schwer gemacht, genug Futter für alle Jungen zu finden.