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Weiter Kita-Streit in Kamp-Lintfort
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Weiter Kita-Streit in Kamp-Lintfort

In Kamp-Lintfort fällt das beitragsfreie letzte Kita-Jahr weg – ab dem 1. August ist es Realität. Fast 1.400 Eltern haben dagegen unterschrieben. Geholfen hat es bisher nicht.

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Das beitragsfreie letzte Kita-Jahr vor der Einschulung gehört in Kamp-Lintfort bald der Vergangenheit an. Ab dem 1. August 2026 müssen Eltern wieder zahlen. Der Stadtrat hat das im März beschlossen – mit den Stimmen der SPD-Mehrheit. Gleichzeitig steigt das Essensgeld in städtischen Kitas von 50 auf 80 Euro im Monat. Betroffen sind rund 200 Kinder. Der Beschluss ist Teil des Haushaltssicherungskonzepts der Stadt. Kamp-Lintfort muss sparen – und greift dabei auch bei der frühkindlichen Bildung hin. Die Elterninitiative „Keine Kita-Kürzungen in Kamp-Lintfort" hatte noch kurz vor der Abstimmung eine Bürgerbeschwerde im Rat eingebracht. Die Ratsmehrheit hat sie abgelehnt.

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Kamp-Lintfort: Petition gegen Kita-Gebühren wächst weiter

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Knapp 1.400 Menschen haben die Online-Petition gegen die Kita-Kürzungen inzwischen unterzeichnet – im März waren es noch rund 1.100. Petitions-Initiator Marc Vietz kritisiert die Entscheidung. Er sagt: Chancengleichheit in der frühen Bildung hänge in Kamp-Lintfort nun vom Geldbeutel der Eltern ab. Geärgert hat viele Betroffene auch das Tempo der Umsetzung. Nur 24 Stunden nach dem Ratsbeschluss verschickte die Stadtverwaltung Schreiben an die Eltern. Darin bekamen sie eine Frist von drei Wochen, um Betreuungszeiten zu reduzieren oder den Vertrag zu kündigen. Die Elterninitiative kritisiert: Wer Arbeitszeiten anpassen muss, braucht dafür arbeitsrechtlich mindestens sieben Wochen. Die Fraktion Libra hat im Rat vorgerechnet: Eine Familie, in der beide Elternteile zum Mindestlohn arbeiten, zahlt künftig bis zu 150 Euro mehr im Monat – zuzüglich 80 Euro Essensgeld.

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Linksfraktion in Kamp-Lintfort stellt offizielle Anfrage

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Jetzt schaltet sich auch die Linksfraktion im Stadtrat ein. Sie hat eine offizielle Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt. Die Fraktion will wissen, wie viele Abmeldungen es seit Bekanntwerden der Beitragspläne bereits gibt. Fraktionssprecher Patrick Kuhs sagt: Viele Eltern erzählten ihm, dass eine Kita-Betreuung für sie finanziell nicht mehr infrage komme. Die Linksfraktion fordert, die Entscheidung zu überdenken und dauerhaft beitragsfreie Kinderbetreuung anzustreben. Eine Stellungnahme der Stadtverwaltung zu der Anfrage liegt offenbar noch nicht vor. Beigeordneter Christoph Müllmann hatte nach dem Ratsbeschluss im März erklärt: Das beitragsfreie Kita-Jahr sei eine freiwillige Leistung der Stadt gewesen – und niemandem in der Verwaltung sei die Entscheidung leicht gefallen. Bürgermeister Christoph Landscheidt hatte betont: Der Haushalt sei ein atmendes System – Korrekturen seien möglich.

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