
Wesel setzt am Samstag (11.7.) ein buntes Zeichen für Vielfalt und Toleranz. Der erste eigene Christopher Street Day steht an. Der Zuspruch ist dabei so riesig, dass er sogar den bisher kreisweit größten CSD in Neukirchen-Vluyn übertreffen könnte. Geplant ist ein Demozug vom Großen Markt zum Berliner Tor. Um 15 Uhr soll es losgehen. Außerdem sind Infostände und ein Bühnenprogramm geplant - u.a. mit Dragqueen, Bauchtanz und Live-Musik. Als Schirmherren für den CSD konnten neben Politikern auch das Weseler Prinzenpaar gewonnen werden.
Gegendemo sorgt für verstärkten Polizeieinsatz
Das Motto des Weseler CSD lautet "Nie wieder still". Er ist Straßenfest und Demo zugleich, indem er sich für die Rechte und Sichtbarkeit der queeren Gemeinschaft einsetzt. Schon im Vorfeld waren auch die Organisatoren in Wesel Hasskommentaren ausgesetzt. Die gipfeln am Samstag in einem Aufzug von Rechtsextremen. Die Partei "Die Heimat" hat eine Gegendemo zum CSD angemeldet. Sie startet schon um 13 Uhr und nimmt eine andere Route. Die Kreispolizei ist mit verstärkten Kräften vor Ort.
Weitere CSDs im Kreis Wesel geplant
Auf den CSD in Wesel folgen noch weitere bei uns im Kreis - am 1. August z.B. in Moers. Hier gibt es vor dem Event selbst auch Vorbereitungstreffen am 23. und 30. Juli im Bollwerk. Am 29. August ist dann die bisher kreisweit größte Pride-Parade in Neukirchen-Vluyn dran. Auch über die Kreisgrenzen hinaus gehen viele Menschen für die Rechte von Queeren auf die Straße. Im Ruhrgebiet gibt es in diesem Jahr so viele CSDs wie noch nie. Zwölf sind insgesamt geplant - u.a. in Duisburg (25.7.) und Oberhausen (11.7.).