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Wesel holt Kriegskinder zum Fußballcamp
© Karl Banski / FUNKE Foto Services
Jugendliche aus der Ukraine in der Sporthalle im Schulzentrum-Nord, während des Fußball-Camps 2026 in Wesel.
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Wesel holt Kriegskinder zum Fußballcamp

33 Kinder aus der Ukraine spielen zehn Tage Fußball in Wesel – fernab von Krieg und Alarm. Heute endet das Camp. Für viele war es die erste unbeschwerte Zeit seit Jahren.

Veröffentlicht: Donnerstag, 30.07.2026 05:21

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Auf dem Rasenplatz des SuS Wesel rollt seit dem 20. Juli der Ball – für 33 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine. Der Verein hat gemeinsam mit der Stadt Wesel ein Fußball-Trainingscamp organisiert. Zehn Tage lang können die Kinder hier abschalten. Untergebracht sind sie in der Sporthalle des Schulzentrums Nord – direkt neben dem Platz. Das Deutsche Rote Kreuz Wesel hat Schlafplätze und Verpflegungszelte aufgebaut. Lokale Sponsoren wie Trimet, die Sparkasse Wesel, der Ratskeller und die Metzgerei Tepaß sorgen für Essen, Trinken und Finanzierung. Täglich stehen bis zu sechs Stunden Fußball auf dem Plan – gemeinsam mit Jugendlichen der D- und C-Mannschaft des SuS. Dazu kamen Ausflüge ins Fußballmuseum nach Dortmund und in den Zoo nach Duisburg.

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Wesel gibt Kindern Ferien vom Krieg

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Die Kinder stammen aus der Weseler Partnerstadt Samar und aus dem umkämpften Osten der Ukraine. Viele ihrer Eltern sind im Kriegseinsatz. Fünf der Kinder haben ihre Eltern verloren. 17 von ihnen sind bereits evakuiert und leben heute in Kiew. Übersetzerinnen sind vor Ort – die Sprachbarriere ist aber ohnehin kein großes Problem. Fußball-Abteilungsleiter Schahin Pakdaman bringt es so auf den Punkt: „Fußball ist hier die internationale Sprache." Die Entscheidung, das Camp auszurichten, fiel im SuS-Vorstand schnell – als einziger Bewerber bei der Stadt Wesel. Heute fahren die Kinder zurück in die Ukraine. Und die Organisatoren denken schon laut über das nächste Jahr nach.

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