
Die AWO im Kreis Wesel musste aus Spargründen einige Angebote streichen. Dazu gehört auch die Lern- und Spielstube in Wesel-Schepersfeld. Die Stadt überlegt jetzt, wie der Wegfall künftig aufgefangen wird. Heute, 5. November, spricht die Politik darüber. Dabei geht es auch darum, was mit den städtischen Räumen an der Tiergartenstraße künftig passiert. Die Verwaltung schlägt vor, sie multifunktional zu nutzen. Schon jetzt sind sie Anlaufpunkt für Familien – etwa für Sprechstunden der Arbeitsagentur oder Eltern-Kind-Gruppen. Das soll so bleiben. Außerdem könnte das Jugendcafé einziehen. Aktuell ist es an der Andreas-Vesalius-Straße so gut besucht, dass es an seine Kapazitätsgrenzen stößt.
Schepersfeld: Jugendcafé und Mädchentreff im Gespräch
Sollten sich die Pläne durchsetzen, gibt es auch schon eine Idee für die frei werdenden Räume des Jugendcafés. Laut Vorlage an die Politik soll hier der Mädchentreff der AWO einziehen. Für den Stadtteil Schepersfeld wäre das ein neues Angebot. Bisher ist er in der Innenstadt angesiedelt. Die Verwaltung sieht den Bedarf dort aber ausreichend durch das Jugendzentrum Karo gedeckt. Im Sommer hatte die damals noch insolvente Kreis-AWO den Mietvertrag für die Räume an der Tiergartenstraße gekündigt. Zuvor war die Einrichtung über Jahre ein wichtiger Anlaufpunkt für Hausaufgabenhilfe, freizeitpädagogische Angebote und Beratung für Geflüchtete.
Hintergrund: Aus für Angebote der Kreis-AWO
Das Gebäude an der Tiergartenstraße gehört der Stadt Wesel und liegt direkt neben dem Familienzentrum Blücherstraße. Es verfügt über zwei getrennte Gruppenräume, eine Küche sowie Sanitär- und Nebenräume. Im Stadtteil Schepersfeld gibt es keine eigenständige Beratungsstelle. Familienzentren und das Familiengrundschulzentrum übernehmen deshalb eine wichtige Lotsenfunktion für Familien vor Ort.