
In Wesel gibt es heute einen Sitzungsmarathon zur ASG-Affäre. Dem Leiter des städtischen Eigenbetriebs wird vorgeworfen, seine Position ausgenutzt zu haben. Details dazu sind bisher nicht offiziell bekannt. Laut NRZ wird der Politik heute vorgestellt, was die Rechnungsprüfer herausgefunden haben. Dem ASG-Chef droht die Abberufung, sollten sich die Vorwürfe bestätigen. Offenbar hatten sie Mitarbeiter über ein anonymes Portal erhoben. Auf die eigentliche Anstellung hat die Politik rechtlich keinen Einfluss, nur auf die Position des Betriebsleiter. Wenn er abberufen wird, steht ihm ein neuer Arbeitsplatz innerhalb der Verwaltung zu.
Kostenlos Strom getankt?
Um welche Verdachtsfälle es sich genau handelt, bleibt bisher unbestätigt. Die RP will herausgefunden haben, dass es um vergleichsweise "kleinere" Verfehlungen geht. Demnach soll der ASG-Chef für sein E-Auto mehrfach kostenlos Strom an der Betriebs-Ladesäule getankt haben. Auch sollen Mitarbeiter sein Auto repariert haben. Die Weseler Ratsmitglieder sollen in nicht-öffentlicher Sitzung über die Details informiert werden und beraten.