
Buspendler am Niederrhein müssen sich diese Woche wieder auf Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat u.a. die Beschäftigten der Moerser Niag zu einem ganztägigen Warnstreik am Mittwoch (11.03.) aufgerufen. Von der Frühschicht bis zur Spätschicht werden einige Busse stillstehen. Erfahrungsgemäß konzentrieren sich die Auswirkungen auf den Großraum Duisburg, Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn sowie den Raum Wesel, heißt es von der Niag. Bisher fielen durch die Streiks aber immer nur einzelne Verbindungen (rund 10 Prozent oder weniger) aus. Damit rechnet das Verkehrsunternehmen auch diesmal wieder. Die Fahrten des Schwesterunternehmens LOOK werden planmäßig durchgeführt. Bei der Duisburger DVG dagegen fahren dann aber wieder kaum Busse und keine Straßenbahnen. Die Niag empfiehlt Fahrgästen, vor Fahrtantritt die Echtzeitinformationen in der NIAG-App, im Fahrplaner auf niag.de oder in anderen ÖPNV-Auskunftssystemen zu prüfen.
Die nächste Verhandlungsrunde ist am 24.März
Hintergrund der Arbeitsniederlegung sind festgefahrene Tarifverhandlungen für rund 30.000 Beschäftigte der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen. Die zweite Verhandlungsrunde am 3. März in Bochum endete ergebnislos. Die Gewerkschaft Verdi fordert, die Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich um zwei Stunden auf 37 Stunden zu reduzieren. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll von zehn auf mindestens elf Stunden erhöht werden. Und der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll auf mindestens 40 Prozent steigen. Außerdem pocht die Gewerkschaft auf deutlich mehr Investitionen in Infrastruktur und Personal. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 24. März angesetzt.