
Moers ist bereit für den Winter. Am Jostenhof haben heute über 30 Mitarbeiter vom Streudienst den Ernstfall trainiert. Dabei ging es etwa ums Steuern der großen Räumungsmaschinen durch enge Straßen. Die riesigen Schippen haben immerhin eine Breite von drei Metern. Aber auch die Theorie wurde geübt - zum Beispiel wie Einsatzrouten digital abgestimmt werden. Ab sofort sind die Moerser Streudienst abrufbreit. Bei Schnee und Glätte ist die Enni für 400 Kilometer Straßen zuständig. Dafür stehen neun Einsatzfahrzeuge und 900 Tonnen Salz bereit. Der Fuhrpark reicht von Kompaktkehrmaschinen über Kipper bis hin zu Traktoren, die je nach Bedarf mit Streuaufbauten und großen Schippen umgerüstet werden. Je nach Wetterlage können bis zu 60 Mitarbeiter zeitgleich ausrücken.
Geplant ist eine neue Anlage zur Soleaufbereitung
Wenn die Temperaturen unter drei Grad fallen, kontrollieren Mitarbeiter der Enni schon frühmorgens bekannte Problemstellen wie Brücken und Unterführungen. Zunächst werden dann die wichtigen Hauptverkehrsstraßen, Schulbuslinien und priorisierte Radwege geräumt. Der Winterdienst der Enni entwickelt sich gerade auch technisch weiter. Voraussichtlich im Januar geht am Jostenhof eine neue Anlage zur Soleaufbereitung in Betrieb. Dank eines 50.000-Liter-Tanks kann die Salz-Wasser-Lösung künftig direkt vor Ort produziert werden. Bisher wird muss sie am Landesbetrieb in Genend abgeholt werden. Die neue Anlage spart laut Enni langfristig Kosten und macht die Teams flexibler.