
Die Stadtverwaltung Xanten hat dem Stadtrat den Haushaltsentwurf für 2026 vorgelegt. Die Stadt rechnet mit Erträgen von knapp 65,6 Millionen Euro. Den stehen Ausgaben von fast 77 Millionen Euro gegenüber. Das ergibt ein Minus von 11,4 Millionen Euro. Die Stadt will dieses Defizit mit ihrer allgemeinen Rücklage ausgleichen. Xanten muss deshalb zum ersten Mal in ihrer Geschichte ein Haushaltssicherungskonzept aufstellen. Die NRW-Gemeindeordnung schreibt das vor. In diesem Konzept muss die Stadt erklären, wie sie den Haushalt wieder ausgleichen will.
Bürgermeister Rafael Zur sieht mehrere Ursachen für die schwierige Finanzlage. Die Kosten für die Unterbringung von Asylsuchenden steigen kontinuierlich. Bund und Land erstatten diese Ausgaben oft nicht vollständig. Gleichzeitig stehen große Investitionen in Bildung und Sport an. Die Stadt plant eine neue Dreifachsporthalle und den Ausbau der Ganztagsbetreuung. Auch die weiterführenden Schulen benötigen Investitionen. Zur schließt Steuererhöhungen aus und setzt stattdessen auf Wirtschaftswachstum. Die Stadt braucht neue Gewerbeflächen und will stärker mit anderen Kommunen zusammenarbeiten. Der Stadtrat entscheidet im März über den Haushalt und das Sicherungskonzept.