
Aktuell leben im Kreis Wesel rund 44.800 pflegebedürftige Menschen. Bis zum Jahr 2050 soll diese Zahl auf etwa 54.900 ansteigen. Das entspricht einem Plus von 23 Prozent. Grundlage für die Zahlen ist die Studie „Niederrhein in Zahlen" der Niederrheinischen IHK. Ein Grund für den Anstieg ist die alternde Bevölkerung in der Region. Gleichzeitig sinkt die Gesamtbevölkerung im Kreis Wesel bis 2050 voraussichtlich um 4,3 Prozent. Damit werden relativ gesehen immer mehr ältere und pflegebedürftige Menschen einer kleineren Gesamtbevölkerung gegenüberstehen. Diese Entwicklung stellt Pflegeeinrichtungen und Angehörige vor wachsende Herausforderungen.
Kreis Kleve mit stärkstem Anstieg am Niederrhein
Im Vergleich der drei Regionen am Niederrhein zeigt sich ein unterschiedliches Bild. Der Kreis Wesel liegt mit einem erwarteten Plus von 23 Prozent im Mittelfeld. In Duisburg fällt der Anstieg mit 8 Prozent deutlich schwächer aus. Dort steigt die Zahl der Pflegebedürftigen von aktuell 44.900 auf etwa 48.400 im Jahr 2050. Am stärksten betroffen ist der Kreis Kleve. Dort erwarten die Statistiker einen Anstieg von 33 Prozent, von aktuell 26.800 auf rund 35.500 Pflegebedürftige. Die Gesundheitswirtschaft am Niederrhein gewinnt durch diese Entwicklung an Bedeutung. Aktuell arbeiten in der Region rund 1.500 Unternehmen mit 68.000 Beschäftigten in diesem Bereich.