
Nach einem Mordversuch in Dorsten ist ein 33-Jähriger verurteilt worden. Der Mann aus Syrien muss zehn Jahre in Haft. Er hatte im Oktober auf den neuen Partner seiner Ex-Frau geschossen. Das Opfer wurde zwar verfehlt, aber durch einen Querschläger leicht verletzt. Motiv war laut Gericht "eifersucht-bedingter Hass". Der Richter sprach außerdem von "maßlos übersteigertem Besitzdenken". Der Angeklagte habe durch die Tat seine «vermeintlich verletzte Ehre wiederherstellen» wollen.
Täter war in Großbritannien gefasst worden
Der 33-Jährige aus Viersen war nach der Tat nach Großbritannien geflüchtet. Dort konnte er nach öffentlicher Fahndung festgenommen werden. Im Prozess hatte er von Notwehr gesprochen. Der neue Partner seiner Ex-Frau habe ihn mit einem Messer angegriffen. Diese Version bezeichneten die Richter jedoch als unglaubhaft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.