
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Duisburger Zolls hat am Mittwoch gezielt die Baubranche bei uns im Kreis Wesel sowie in Duisburg und Essen überprüft. Mehr als 50 Einsatzkräfte befragten über 120 Personen auf den Baustellen. Dabei ging es vor allem um die korrekte Anmeldung zur Sozialversicherung, legale Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen sowie die Zahlung des Mindestlohns.
Ermittlungsverfahren noch vor Ort eingeleitet
Bereits während der laufenden Kontrollen ergaben sich zahlreiche konkrete Verdachtsmomente. Die Beamten leiteten sofort 18 Strafverfahren wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt oder Betrug bei Sozialabgaben ein. Dazu kamen 35 Ordnungswidrigkeitenverfahren, weil Arbeitsgenehmigungen fehlten oder Mitarbeiter nicht richtig gemeldet waren. Für die betroffenen Arbeitgeber wird dies empfindliche rechtliche Konsequenzen haben. Der Einsatz zieht zudem umfangreiche Nachprüfungen nach sich. In 56 weiteren Fällen haben die Ermittler nach bisherigen Erkenntnissen Hinweise auf mögliche Gesetzesverstöße gefunden, die nun im Detail ausgewertet werden.