
In NRW sollen drei neue Gaskraftwerke entstehen - in Voerde, Weisweiler und Werne. Dafür gab es jetzt den Zuschlag von der Bundesnetzagentur nach einer ersten Bieterrunde. Die neuen Anlagen sollen einspringen, wenn Wind und Sonne wetterbedingt zu wenig Strom liefern. Spätestens ab 2031 sollen sie laufen und zunächst Erdgas, später dann klimafreundlichen Wasserstoff verbrennen. Bundesweit entstehen elf solcher Reserve-Kraftwerke, um den schrittweisen Kohleausstieg bis 2038 abzusichern. Finanziert wird das Ganze künftig über eine neue Umlage für alle Stromkunden.
Kritik von der Umwelthilfe
Bundesweit erhielten elf von über 40 Geboten den Zuschlag. Die Betreiber der Anlagen erhalten in den nächsten 15 Jahren finanzielle Unterstützung von jährlich gut 800 Millionen Euro. Alle drei Standorte in NRW gehören zu dem Energiekonzern RWE. In Voerde laufen aktuell die Abrissarbeiten - teils mit spektakulären Sprengungen. Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert die Ausschreibung der Bundesnetzagentur scharf. Die Ergebnisse zeigten keinen fairen Wettbewerb. Während umweltfreundliche Batteriespeicher leer ausgegangen seien, würden nun fossile Großkonzerne subventioniert.