
Ab dem nächsten Jahr sollen im Kreis Wesel drei neue Schnellbusse fahren. Der Kreisausschuss hat das beschlossen. Eine Linie verbindet Schermbeck und Hünxe mit Dinslaken, die andere Wesel über Rheinberg mit Moers und die dritte Xanten über Sonsbeck mit Kevelaer. Die neuen Busse fahren emissionsfrei und kosten den Kreis beim Kauf nichts, das Land NRW zahlt. Teuer wird es aber beim Betrieb: Die Städte und Gemeinden entlang der Strecken müssen die laufenden Kosten tragen – und da gibt es Widerstand. Moers, Rheinberg, Xanten und Sonsbeck ist die Finanzierung zu hoch. Doch die Entscheidung liegt beim Kreis als Aufgabenträger und da sind jetzt die Weichen gestellt.
Hohe Summen für Städte und Gemeinden
Die Kosten der Kommunen berechnen sich nach der Kilometerleistung. Am teuersten wird der geplante X-Bus für Hünxe mit fast 461tausend Euro im Jahr. Für Rheinberg wären es kaum weniger und auch Moers müsste in Zeiten knapper Kassen rund 368tausend Euro pro Jahr stemmen. In dieser Woche muss der Kreistag noch endgültig über die neuen X-Busse abstimmen. CDU und Grüne sehen in ihnen eine echte Chance – vor allem für Menschen auf dem Land ohne eigenes Auto. Auch die schon vorhandenen Schnellbusse sind sehr beliebt.