
Der Bergbau im Kreis Wesel ist seit über zehn Jahren Geschichte. 2012 schloss mit der Zeche Friedrich Heinrich in Kamp-Lintfort das letzte Bergwerk. Was bleibt - hier bei uns und im ganze Ruhrgebiet - sind Probleme durch Grundwasser und Bergsenkungen. Zuständig für die Kosten ist die RAG-Stiftung und die steht gerade unter Druck. Ihr Vermögen ist um über eine Milliarde Euro gesunken - auf 15,9 Milliarden Euro. Das kam bei der Jahresbilanz heraus. Erwirtschaftet werden die Ewigkeitskosten aus zahlreichen Kapitalanlagen. So ist die Stiftung unter anderem an über 20.000 Unternehmen beteiligt. Sie selbst sieht sich dabei weiter gut aufgestellt.
Zwei Milliarden Euro für Ewigkeitskosten
Die RAG-Stiftung betont, dass sie ihre Verpflichtungen "einmal mehr vollumfänglich erfüllt" hat. Seit Ende des deutschen Steinkohlenbergbaus 2018 hat sie über zwei Milliarden Euro für die Ewigkeitskosten aufgewendet. Auch die Rückstellungen zur langfristigen Absicherung dieser Aufgabe konnten auf rund 10 Milliarden Euro erhöht werden. Im Ruhrgebiet muss etwa dauerhaft Grubenwasser aus den stillgelegten Bergwerken abgepumpt werden, damit es das Grundwasser nicht verschmutzt. Bezahlt werden damit außerdem Folgen in Gebieten, die sich durch den Steinkohlenbergbau stark abgesenkt haben.