
Atomkraftgegner haben zu Protesten gegen den zweiten Castor-Transport aufgerufen. Man habe Hinweise, dass er heute Abend stattfinden soll. In Jülich und Ahaus sind deshalb erneut Mahnwachen und Demos geplant. Beim letzten Mal führte die Route auch durch Moerser Stadtgebiet. Die Linke kritisiert, dass für sie Fragen zur Sicherheit immer noch offen geblieben sind. Sie sieht ein hohes Risiko, wenn 130 Tonnen-Transporte mit radioaktivem Müll durch so dicht besiedeltes Gebiet gefahren werden - über Autobahnen, Brücken und Baustellen.
Kritik an Sicherheit des Transports
Wolfgang Klinger, Mitglied des Moerser Ausschusses für Feuerwehr, Ordnung und Sicherheit, warnt, dass Feuerwehr und Katastrophenschutz im Ernstfall nicht ausreichend vorbereitet wären, um die Bevölkerung zu schützen. Vertreter der Linken wollen sich erneut an Mahnwachen entlang der Strecke beteiligen. Der erste Castor-Transport von Jülich nach Ahaus hatte Ende März stattgefunden. Er war unter viel Protest, aber ohne besondere Zwischenfälle verlaufen. Insgesamt sollen 152 Behälter nach Ahaus kommen.
Demo in Bottrop geplant
Beim ersten Castor-Transport gab es auch eine Mahnwache an der A42 bei Moers. Diesmal verweist der BUND aber auf eine Demo in Bottrop. In Fuhlenbrock wollen sich Aktivisten um 20.30 Uhr an der Oberhausener Straße auf Höhe der A2-Raststätte Bottrop-Süd treffen. Hier wollen sie den Transport mit leuchtenden Xen empfangen. Der vier Kilometer lange Konvoi wird von einem Großaufgebot der Polizei begleitet - auch mit Hubschraubern.