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Baustellenausblick 2015

Gute Vorsätze haben nicht nur wir, auch die Städte und Gemeinden nehmen sich so einiges vor für das Jahr 2015. Wir beleuchten die Pläne der Städte und Gemeinden im Kreis Wesel: Was sind die größeren Projekte? Wo wird es Straßensanierungen und deswegen auch Sperrungen geben? Auf welche Modernisierungen können wir uns bereits freuen?

Die Amaliengalerie in Alpen soll den Ortskern aufwerten und ist im Jahr 2015 eine der größten Baustellen in der Gemeinde.

Alpen

Hier wird vor allem die Amaliengalerie im Vordergrund stehen, die im Alpener Ortskern entstehen soll. Wohnungen, Gewerbeflächen und Praxisräume sollen dort untergebracht werden. Ebenfalls im Ortskern wird die Alpsche Ley freigelegt. Dabei handelt es sich um ein Gewässer, das bisher unterirdisch durch Rohre geführt wurde. Die LINEG führt die Maßnahmen durch und rechnet damit, dass nach Karneval mit Beeinträchtigungen auf der Burgstraße zu rechnen sein wird. Im Zeitraum April bis Mai fällt der Baustart für das neue Brückenbauwerk über die Burgstraße mit der Sanierung der B58 im Bereich Alpen zusammen.

Dinslaken

Besonders spannend wird es in Sachen "Mobilitätszentrum", was rund um die Gegend am Bahnhof entstehen soll. Hier wird sich einiges tun: Neben den Bauarbeiten zur Betuwe-Linie bekommt der Bahnhof auch behindertengerechte Aufzüge, die Bauarbeiten dafür wurden allerdings bis auf weiteres auf Anfang 2016 verschoben. Zu Baustellen wird die Stadt konkrete Infos veröffentlichen, sobald die Planungen abgeschlossen sind.

Hamminkeln

Neben dem dritten Bauabschnitt des Neubaugebiets Halfsmannsfeld wird sich das Jahr vor allem um eine Maßnahme in Dingden drehen: Dort soll die Hohe Straße erneuert werden. Einen genauen Zeitplan wird es erst nach der Verabschiedung des Haushalts geben. Ein weiteres spannendes Projekt ist das Mehrgenerationenhaus in Hamminkeln und man darf gespannt sein, was aus dem alten Sportpatz am Ortsausgang in Richtung Brünen wird.

Die Zeche Friedrich-Heinrich in frühen Jahren: Auf diesem Gelände entsteht in Kamp-Lintfort in den nächsten Jahren ein neues Stadtviertel.

Kamp-Lintfort

In den vollen Vorbereitungen zur Bewerbung für die Landesgartenschau 2020 ist man in Kamp-Lintfort – dort wird zunächst allerdings nichts konkret gebaut. Dafür widmet man sich dem Geisbruchdreieeck, das in die Jahre gekommene Gebiet soll über mehrere Jahre umfangreichen Sanierungsmaßnahmen unterzogen werden. Der Startschuss für das Großprojekt ist in 2015 und betrifft Ferdinanten-, Schul- und Heinrichstraße. Weiterhin soll die Grenzstraße ausgebaut werden und es wird neben vielen kleineren Instandsetzungen Sanierungsmaßnahmen an der Konradstraße geben.

Neukirchen-Vluyn

Größte sichtbare Veränderung wird die Sanierung des Vluyner Platzes sein. Dort soll im Frühjahr 2015 begonnen werden und es wird unter anderem eine neue Pflasterung geben. Die Stadt betont, dass die Geschäfte während der gesamten Maßnahme erreichbar bleiben. Die RAG setzt in Neukirchen außerdem ihre Kanalsanierungen fort, der zweite Bauabschnitt soll im Januar beginnen und wird sich auf die Andreas-Bräm-Straße auswirken.

In diesem Gewand kann man die Bahnsteige am Moerser Bahnhof bald nicht mehr sehen: Die Modernisierung nimmt in 2015 Form an. (Foto: NordWestBahn)

Moers

Einige Neuerungen werden für Nutzer des Bahnhofs bereits sichtbar: Neue Bahnsteige sind bereits teilweise umgesetzt worden. Im nächsten Schritt geht es dem alten Bahnhofstunnel an den Kragen – er wird durch einen breiteren, modernen Tunnel mit behindertengerechten Aufzügen ersetzt. Dadurch wird es zu einem neuen Erscheinungsbild kommen, auf den Straßenverkehr wirkt sich das erst einmal nicht aus. Anders das Projekt GrafenGalerie: Wenn im Februar die Abrissarbeiten des alten Horten-Gebäudes offiziell beendet sind, muss für den Abtransport des Schutts die Homberger Straße in diesem Bereich halbseitig gesperrt werden. Im Zuge des Neubaus wird dann auch die Otto-Hue-Straße zur Einbahnstraße. Andere Baustellen in Moers werden die Xantener Straße bzw. Asberger Straße sein, wo bis Ende August Schmutz- und Abwasserkanäle saniert werden. Bis Ende September wird die Oberfläche der Essenberger Straße bis "Auf dem Berg" erneuert und die Straße Moerser Benden bekommt ein Regenklärbecken.

Rheinberg

Besonders die Budberger werden starke Nerven brauchen, dort wird es Baugebiete geben, die sich auf die Rheinberger und Rheinkamper Straße auswirken. Zudem wird an der Schulstraße gearbeitet und in Millingen bekommt die Alpener Straße neue Parkmarkierungen. Im Zuge einer Probephase wird hier außerdem eine 30er-Zone errichtet, der Ursprungsgedanke waren Beschwerden der Anwohner über LKW-Lärm. Spannend wird in der Innenstadt das neue Hotel am Fischmarkt, das im Laufe des Jahres seine Fassade zeigen wird und eine daraus resultierende Freigabe der Underbergstraße.

Schermbeck

Sofern in den Etatdiskussionen die finanziellen Mittel eingestellt werden, kommt es in Schermbeck zum Ausbau des Stichwegs und der Kilianstraße. Außerdem wird das Gebiet Dammerfeld weiter ausgebaut und es gibt Sanierungen an der Maximilian-Kolbe-Grundschule, der Gemeinschaftsgrundschule und der Gesamtschule. Auch dem Heimatmuseum wendet man sich zu: Es bekommt unter anderem einen neuen Fensteranstrich. Außerdem sollen zwei Brücken in Schermbeck erneuert werden.

Sonsbeck

Auf der Hochstraße haben die Anwohner Probleme mit LKW- und Verkehrslärm. Die Verkehrsader zur Autobahn könnte aus diesen Gründen zur 30er-Zone werden, das ist aber noch strittig. Auch zum Kastell als Veranstaltungsort besteht Redebedarf. Weil auch hier in der Vergangenheit Lärmbeschwerden eingegangen sind, kann der Ort momentan kaum genutzt werden. Baugebiete sind für das Jahr 2015 nicht geplant, auch größere Bauprojekte soll es laut Bauamt nicht geben.

Auch in Voerde passiert viel: Vor allem der Rathausplatz steht im Mittelpunkt. (Foto: Stadt Voerde)

Voerde

Beliebt sind in diesem Jahr besonders die Erneuerungen von Plätzen: Der Rathausplatz in der Stadt und der Marktplatz in Friedrichsfeld sollen umgestaltet werden. Außerdem stehen in Möllen Erneuerungen der Schmutz- und Regenwasserkanäle an der Königsberger Straße an, die Stadt widmet sich der Eisenbahnüberführung mit einem Tunnel für Radfahrer und Fußgänger und an der Garten- und Südstraße werden Kanäle gebaut.

Wesel

Die Betuwe-Güterlinie nimmt Form an, sobald die Planfeststellungsergebnisse vorliegen. Im Laufe des Jahres werden die ersten Bauarbeiten beginnen. Das zweite große Projekt in Wesel ist die Südumgehung. Sie soll später den Anschluss von der neuen Rheinbrücke bis Schermbeck gewährleisten.

Xanten

Der Neu- und Ausbau der Viktorstraße vom Augustaring bis zum Stadtkern wird noch im Januar begonnen. Außerdem steht für den Alleenradweg der erste Bauabschnitt an. Es wird in Xanten ein Neubaugebiet mit 70 Baugrundstücken geben und in Marienbaum stehen Kanal- und Straßensanierungen an der Brigitten- und Katharinastraße an.


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