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Bergwerk West Kamp-Lintfort

Der Werdegang des Bergwerks West (ehemals Zeche Friedrich Heinrich) berührt nicht nur viele Kamp-Lintforter. Deshalb haben wir eine Übersicht zusammengestellt, auf der Sie einige Meilensteine und Informationen zur aktuellen Entwicklung finden:

> Video zur Schließung des Bergwerks West mit einem letzten Rundgang 

> Informationen über den Masterplan 

> Was wird aus dem Zechengelände? Die Ziele in Kurzform 

> Ausschnitte aus der Rede von Hannelore Kraft zur Schließung 

Flash ist Pflicht!

Über 100 Jahre Kohleförderung und nach der letzten Seilbahnfahrt wechseln 1.600 Bergleute auf die drei verbleibenden Zechen, Hunderte gehen in den Vorruhestand. Mit dem Bergwerk West hat das letzte noch verbliebene Bergwerk am linken Niederrhein die Förderung eingestellt. Die Schachtanlage Friedrich Heinrich liegt auf Flächen, die keilförmig in den Siedlungskern von Kamp-Lintfort hereinragen. Vor Bekanntwerden der Schließung des Bergwerks West haben die Stadt Kamp-Lintfort und die RAG bereits mit der Erarbeitung eines Masterplans begonnen, dessen wesentliche Aufgabe es sein soll, möglichst frühzeitig für das im Zentrum der Stadt gelegene Zechenareal sowie den angrenzenden Flächen zukunftsorientierte Perspektiven zu entwickeln. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze hat dabei eine zentrale Bedeutung.

Rat verabschiedet „Masterplan Bergwerk West“ - Denkmalschutz geplant

Der von der Arbeitsgemeinschaft spap, Drecker und LOIDL erstellte Masterplan Bergwerk West wurde im Stadtentwicklungsausschuss durch eine einstimmige Entscheidung des Fachausschusses im Rat bestätigt. „Ich freue mich, dass der Masterplan von einer so breiten politischen Basis getragen wird. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt.

Als Rahmen- und Nutzungskonzept gibt der Masterplan die Leitlinien für die Entwicklung der Bergwerksfläche vor. 

Diese Entwicklung wird mehrstufig verlaufen. Hermann Timmerhaus, Projektleiter der RAG Montan Immobilien, beschrieb dazu in der Ratssitzung fünf Entwicklungsbereiche, anhand derer die Fläche des ehemaligen Zechengeländes für eine Nachnutzung aufbereitet wird. „Abhängig von der Nachfrage könnten wir bereits ab dem nächsten Jahr mit den ersten Bestandsgebäuden an den Markt gehen“, so Timmerhaus. 

Zu den ersten Entwicklungsabschnitten zählen die denkmalgeschützten Gebäude entlang der Friedrich-Heinrich-Allee sowie die Gebäude der ehemaligen Ausbildung am Schirrhof.

Auch über diesen nächsten Schritt des Masterplan-Prozesses werden Verwaltung und RAG Montan Immobilien die Bürgerinnen und Bürger wieder informieren. Geplant ist als bewährtes Veranstaltungsformat eine Öffentliche Arena – die inzwischen sechste im gesamten Masterplan-Prozess. Der genaue Termin wird rechtzeitig - auch über Radio K.W. - bekanntgegeben.

Die Planung
Schrägluft-Perspektive des gesamten Arenals

Der im Jahr 2009 vom Rat der Stadt beschlossene Stadtentwicklungsplan 2020 bildet mit dem Innenstadtentwicklungskonzept sowie dem Freiraumkonzept die wesentliche Basis der Stadtentwicklungsplanung für die kommenden Jahre. Die Masterplanung Bergwerk West, die im Aufbau befindliche Hochschule Rhein-Waal sowie die Umgestaltung der Innenstadt sind dabei grundlegende Meilensteine für eine zukunftsgerichtete Stadtentwicklung.

Für die freiwerdenden Betriebsflächen des Bergwerks West begannen mit Vorliegen des Förderbescheides im Sommer 2010 umfangreiche Gutachterarbeiten. Offizielle Informationen zur Planung des Projekts finden Sie hier auf der Website der Stadt Kamp-Lintfort.

Die Ziele
Masterplan Bergwerk West im Maßstab 1:2.000

-Stärkung Kamp-Lintforts als Mittelzentrum mit regionaler und überregionaler Bedeutung

-Imageverbesserung und nachhaltige Marktpositionierung als Arbeits- und Wohnstandort

-Integration der Bergwerksflächen in den Prozess der nachhaltigen Stadtentwicklung

-Anschluss Kamp-Lintforts an den regionalen Schienenpersonennahverkehr (SPNV)

-Entwicklung zu einem attraktiven Hochschulstandort mit moderner Infrastruktur

-Etablierung der Stadt als regional bedeutender Kulturstandort

-Schaffung eines überregional bedeutenden Logistikstandortes

-Dauerhafte Stärkung der örtlichen Wirtschaftsstruktur (Schaffung neuer Arbeitsplätze)

-Marktorientiere und stufenweise Entwicklung der städtischen Flächenpotenziale

-Entwicklung von Leuchtturm- und Modellprojekten z.B. im Bereich Energie

-Bewerbung und Ausrichtung einer Landesgartenschau 2019

Die Mittelschicht wird gestärkt, der individuelle Anspruch auf Bildung wird steigen und die Nachfrage nach veränderten Wohnstandards, Freizeit- und Naherholungseinrichtungen, kulturellen Angeboten und gehobenen Warensortimenten wird sich positiv verändern. So das offizielle Chancen-Fazit des Masterplans für das Bergwerk West.

Entwurfsverfasser der Pläne ist die Arbeitsgemeinschaft spap - Drecker - LOIDL

Nachgehört

Wie Hannelore Kraft sich im Dezember 2012 bei der Schließung des Bergwerks West äußerte und mit welchen Gefühlen sie den Bergleuten gegenüberstand, können Sie hier noch einmal nachhören:


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