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Die Neuerungen im Jahr 2014

Der Jahreswechsel bringt nicht nur eine neue Zahl mit sich, sondern auch einige Gesetzesänderungen, neue Preise für Porto und Roaming und andere Sachen, die unseren Alltag betreffen. Radio K.W. gibt Ihnen einen Überblick!

Bank: IBAN, BIC und das SEPA-Lastschriftverfahren kommen

SEPA, das steht für "Single Euro Payments Area" wird 2014 eingeführt. Die alte Überweisung wird es dann nicht mehr geben. Mehr Informationen und wie Sie ihre neue IBAN berechnen, steht hier auf unserer Website.

Auto: Warnweste wird Pflicht und das neue Punktesystem

Nicht direkt mit Beginn des neuen Jahres, aber trotzdem wissenswert: Ab 1. Mai ändert sich das System der Flensburger Punkte. Pro Vergehen gibt es einen bis drei Punkte. Nach acht Punkten ist der Führerschein schon weg (vorher bei 18 Punkten). Ab dem 1. Juli werden außerdem Warnwesten im Auto Pflicht, das besagt die Europäische Norm EN 471.

Wohn-Riester: Verbesserungen bei der Eigenheimrente

Riester-Sparer können bislang schon Guthaben für den Kauf oder den Bau der eigenen vier Wände nutzen. Bislang war dies nur zu Beginn der Auszahlungsphase des Vertrags möglich. Ab 1. Januar 2014 nun kann beim Wohn-Riestern bestehendes Guthaben jederzeit verwendet werden, um die Schulden für die eigene Immobilie zu tilgen. Das Kapital aus dem Riester-Vertrag kann entweder vollständig oder anteilig entnommen werden. Der entnommene Betrag muss mindestens 3.000 Euro betragen. Wird nur ein Teil entnommen, um den Vertrag weiterzuführen und die staatliche Förderung auch fortan zu erhalten, müssen mindestens 3.000 Euro im Sparvertrag verbleiben.

Portokosten steigen: Briefe versenden wird teurer

Bei der Post ändert sich zum nächsten Jahr das Porto für Briefe. Die kleine Preiserhöhung kommt zustande, da nicht mehr all zu viele Briefe verschickt werden in Zeiten von E-Mail, Skype, WhatsApp und Co.. Trotzdem bekommt der Briefträger noch den selben Lohn, daher die Erhöhung für einige Produkte:

bisheriger Preis

neuer Preis 2014

Standardbrief (20g)

58 Cent

60 Cent

Einschreiben

2,05 Euro

2,15 Euro

Einwurf-Schreiben

1,60 Euro

1,80 Euro

Nach der DSL-Drossel kommt jetzt die Staubsauger-Drossel (Fotoquelle: Fotolia).

Drosselung für Staubsauger

Die EU verbietet vom 1. September 2014 an stromfressende Staubsauger. Ab diesem Zeitpunkt dürfen nur noch Geräte verkauft werden, die weniger als 1.600 Watt Leistung erbringen – und damit weniger Strom verbrauchen. 2017 wird auf 900 Watt gedrosselt. Eine entsprechende Verordnung ist bereits Mitte 2013 in Kraft getreten. Ebenfalls ab Anfang September 2014 müssen Hersteller alle Staubsauger mit einem Label versehen, das den Verbrauch anzeigt. Dies reicht vom grünen A für geringen Stromverbrauch bis zum roten G für hohen Verbrauch. Entscheidend ist die Leistung, also die Watt-Zahl.

Elektronische Gesundheitskarte

Die bisherige Krankenversicherungskarte wird zum Jahreswechsel ungültig: Ab 1. Januar 2014 öffnet nur noch die elektronische Gesundheitskarte mit einheitlichem Logo, Chip und Foto die Tür zum Behandlungszimmer. So haben es der Spitzenverband der Krankenkassen (GKV) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung für die rund 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherten vereinbart. Die neue Karte enthält vorerst nur die Stammdaten, die auch auf der bisherigen Karte enthalten waren: Name, Geburtsdatum, Adresse sowie Krankenversicherungsnummer. Neu ist jedoch ein Foto des Versicherten, um diesen besser identifizieren und Kartenmissbrauch eindämmen zu können.

EU-einheitlicher Widerruf beim Online-Kauf

Wer im Internet bestellt – egal ob Bücher, Schuhe, Smartphones oder Elektrogeräte –, der kann ab 13. Juni 2014 auf EU-weit einheitliche Widerrufsregelungen bauen: Die Frist für einen Widerruf beträgt dann in allen EU-Ländern 14 Tage nach Erhalt der Ware. Der Widerruf muss ausdrücklich gegenüber dem Online-Anbieter erklärt werden. Die deutsche 40-Euro-Klausel, wonach der Händler die Retoure-Kosten bei einem Warenwert von über 40 Euro zahlt, entfällt mit Inkrafttreten des Gesetzes. Der Onlineshop-Betreiber kann dem Kunden dann die Rücksendekosten bei einem Widerruf aufs Auge drücken, wenn er diesen darüber informiert.

Steuerlicher Grundfreibetrag

Unter einem Jahreseinkommen von 8354 Euro müssen keine Steuern gezahlt werden. Bisher lag der steuerliche Grundfreibetrag bei 8130 Euro. Der Eingangssteuersatz bleibt bei unveränderten 14 Prozent.

Auch in puncto Finanzen tut sich viel: Der Kinderfreibetrag und Mindestlohn für Leiharbeiter steigt. Auch die Stromkosten steigen, hier fordert die Energiewende ihren Tribut.

Kinderfreibetrag

Gute Nachrichten für Eltern. Der steuerliche Kinderfreibetrag steigt von 4368 auf 4440 Euro um Jahr.

Mindestlohn für Zeitarbeiter

In der Zeitarbeitsbranche sind rund 800.000 Menschen beschäftigt und die bekommen ab dem 1. Januar 2014 einen neuen Mindestlohn. Im Westen soll die Mindestbezahlung um 3,8 Prozent auf 8,50 Euro steigen, im Osten sogar um 4,8 Prozent auf 7,86 Euro. Der neue Mindestlohn ist allgemeinverbindlich, das heißt ab dem Jahreswechsel bekommen alle Zeitarbeiter den Aufschlag bezahlt.

Stromkosten

Die Förderung erneuerbarer Energien wird im neuen Jahr für steigende Stromkosten sorgen. 2014 wird der die Umlage für die Kilowattstunde Strom um 0,963 Cent auf 6,240 Cent steigen. Ein Haushalt mit einem Durchschnittsverbrach von 3500 Kilowattstunden im Jahr wird im Monat 2,73 Euro mehr bezahlen müssen.

Warmwasser- und Heizwärmezähler

Ab dem 1. Januar 2014 müssen Vermieter geeichte Warmwasserzähler und Heizwärmemessgeräte verwenden. Alte Wasserzähler, die seit dem 1. Januar 1987 in Betrieb sind und Heizkörper, die seit dem 1. Juli 1981 verwendet werden, müssen vom Vermieter zum Jahreswechsel durch neue Geräte getauscht werden. Sollte der Vermieter dieser Regelung nicht nachkommen, darf der Mieter die auf ihn anfallenden Kosten für Warmwasser und Heizung pauschal um 15 Prozent kürzen.

Handynutzung im Ausland

Seit Jahren sinken die Preise für Handytelefonate im Ausland. Auch 2014 wird es wieder günstiger. Ab dem 1. Juli des kommenden Jahres müssen Verbraucher innerhalb der EU für Anrufe in die Heimat nur noch 23 Cent die Minute bezahlen. Eingehende Anrufe im Ausland müssen mit sechs Cent die Minute bezahlt werden. Das Versenden einer SMS im Ausland wird sieben Cent kosten, ein Megabyte Datenvolumen darf nicht mehr als 24 Cent kosten.


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