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Betuwe-Linie

Die zweigleisige rund 73 Kilometer lange Strecke Emmerich–Oberhausen stellt die direkte Schienenverbindung von der deutsch-niederländischen Grenze zum westlichen Ruhrgebiet her. Sie wird überwiegend für den Güterverkehr genutzt, ist jedoch zugleich Teilstrecke des internationalen Hochgeschwindigkeitsnetzes.
Im Nahverkehr verbindet sie die Region des nördlichen Niederrheins mit den Großstädten der Rheinschiene und des Ruhrgebiets. Das Projekt Ausbaustrecke Landesgrenze D/NL–Emmerich–Oberhausen umfasst den durchgehenden dreigleisigen Ausbau der bestehenden Strecke. Ziel ist es, einen reibungslosen und pünktlichen Betrieb auch bei der erwarteten Zunahme des Verkehrs zu gewährleisten, die Kapazität zu erweitern und die Qualität der Strecke zu verbessern.

Abschnitt Wesel

Der Bau des dritten Gleises soll unter Aufrechterhaltung des Bahnbetriebs erfolgen. Bereits im Vorfeld der Streckenbaumaßnahmen ist der Bau der neuen
Brückenbauwerke vorgesehen. Der Transport der Baustoffe erfolgt nicht
nur auf dem Schienenweg, sondern auch per Lkw über die Straße. So kann der
Bahnbetrieb auch während der Bauarbeiten sichergestellt werden. Vollständige
Straßen- und Streckensperrungen bleiben auf wenige Ausnahmen begrenzt. Während der Bauzeit werden Baustelleneinrichtungsflächen sowie Baustraßen
angelegt. Nach Abschluss der Arbeiten werden diese in das öffentliche Wege und Straßennetz integriert oder vollständig zurückgebaut.

Daten & Fakten

ABS 46/2 Emmerich — Oberhausen:

-Streckenlänge: 8,5 km
-Anzahl der zu beseitigenden Bahnübergänge: 2
-Neue Brückenbauwerke: 1 Eisenbahnüberführung, 1 Eisenbahnüberführung
für den Fußgänger- und Radverkehr
-Schallschutz insgesamt: rund 12,3 km Schallschutzwände, 2–5 m Höhe über Schienenoberkante, rund 1000 Wohneinheiten mit Anspruch auf passiven Schallschutz

Der zentrale Bestandteil...

... ist der dreigleisige Ausbau der Strecke. Die Planungen berücksichtigen eine
Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometer pro Stunde im späteren Betrieb. Für
die Zukunft wird zudem die Anhebung der Geschwindigkeit auf 200 Kilometer
pro Stunde geprüft. In das Projekt integriert ist der Ausbau des Knotens Oberhausen. Der Bau der zweigleisigen, niveaufreien Verbindungskurve
von Oberhausen-Sterkrade in Richtung Grafenbusch soll zeitgleich zum Bau des dritten Gleises realisiert werden. Die Verbindungskurve von Oberhausen-Sterkrade in Richtung Oberhausen-West wurde bereits 2004 fertiggestellt.

Aktive und passive Schallschutzmaßnahmen

Die Vorkehrungen zum Schallschutz sehen eine Kombination von aktiven und
passiven Schallschutzmaßnahmen vor. Aktiv nennt man Maßnahmen, die direkt
an den Verkehrswegen liegen. Beispiele hierfür sind Schallschutzwände und
-wälle. Passive Maßnahmen sind dagegen schalltechnische Verbesserungen an Gebäuden wie zum Beispiel der Einbau von Schallschutzfenstern und schalldämmenden Lüftern. Grundsätzlich besteht ein Vorrang der aktiven vor den passiven Maßnahmen. In einem Schallgutachten – von unabhängigen Gutachtern im Auftrag der Bahn erstellt – werden die Schallimmissionswerte und die Veränderung durch die Baumaßnahme errechnet.

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-Hier gelangen Sie zur Bürgerinitiative "Betuwe - So Nicht!" in Voerde.

 

Urheber der Informationen und Grafiken:

DB ProjektBau GmbH
Regionalbereich West


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