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Fernseh-Spionage über HbbTV

Gläsernes Wohnzimmer: Fernseher mit Internet funken über HbbTV zu den Sendern, und teilweise auch an Google.

Die neueren Fernseher mit Internetanbindung schauen im wörtlichen Sinne mit: Sie senden Informationen über das, was man schaut, an die Sender und auch an Google.

Sender leiten Daten teilweise an Google

Stiftung Warentest hat die aktuellen Smart-TVs, also Fernseher mit Internetanschluss, mal genau unter die Lupe genommen und sich die sogenannte HbbTV-Funktion angeschaut. Damit kann man zum Beispiel Videos und Sendungen auf Abruf anschauen – und über HbbTV lassen sich wohl auch ganz einfach die Zuschauer ausspionieren. Den die Plattform steuert den Zugriff auf die Mediatheken der Sender. Dabei werden reichlich Daten versendet, zum Beispiel beim Umschalten, nicht nur an die Sender selbst, sondern auch an Google zum Beispiel. Einige TVs gehen noch weiter, mit der eingebauten Kamera und dem Mikrofon für die Sprachsteuerung kann der TV personalisierte Vorschläge geben. Auch dafür werden Daten über das Internet gesendet, Privatsphäre adé.

Die Funktionen "mit der roten Taste" lassen sich nach dem Abschalten zwar nicht mehr nutzen, dafür bleibt die Privatsphäre bewahrt.

Notlösung: Funktionen abschalten

Wer auf Nummer sicher gehen will, schaltet die „Personalisierungs- und Empfehlungsdienste“ und die "Spracherkennung" aus. Auch "HbbTV" lässt sich an den meisten Smart-TVs in den Einstellungen deaktivieren. Dann funktionieren natürlich die Videos auf Abruf nicht mehr – hier muss jeder selbst abwägen, was ihm lieber ist: Datenkrake oder Komfort.

Bis dahin bleibt nur abzuwarten, ob die Sender eine kundenfreundliche Lösung entwickeln, die ohne das Anfunken bis hin zu Google arbeitet.


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