Sie sind hier: Themen / Themenarchiv / 2014 / Fritzbox-Sicherheitslücke
 

Fritzbox-Sicherheitslücke

Fritzbox-Router weisen Sicherheitslücken auf, die mit der Installation eines aktuellen Software-Updates geschlossen werden. (Foto: AVM Berlin)

Rechnungen können manchmal für ganz dicke Überraschungen sorgen. Zum Beispiel im Fall von einem 60-jährigen Moerser, der eine Telefonrechnung in Höhe von 4200 Euro in den Händen halten durfte. Nach einem Anruf bei seinem Provider wurde klar: Innerhalb einer halben Stunde wurde über seine Fritzbox eine ausländische Nummer in Katar angerufen, und zwar so oft es ging. So kamen die teuren Einheiten für 70 Gesprächsstunden zusammen.

Hacker knackt die FRITZ!Box

Mittlerweile ist klar: Durch eine Sicherheitslücke in seinem Router, in seiner Fritzbox, hat sich ein Krimineller Zugang zu seinem Telefonanschluss verschafft. Der Berliner Hersteller AVM arbeitete nach eigenen Angaben mit den Behörden zusammen, um die Sicherheitslücke schnellstmöglich ausfindig zu machen. Betroffen sind fast alle Fritzboxen, deshalb gibt es auch für viele ältere Modelle ein Update. Diese Datei sollte jeder Nutzer dringend in seinen Router einspielen, um auf der sicheren Seite zu sein. Eine detaillierte Anleitung findet sich auf der Website von AVM.

 

Sicherheit am PC
Die hohe Rechnung schockierte den Moerser zunächst - sein Anbieter 1und1 klärte ihn dann auf.

Sicherheitslücken können überall lauern

Im Fall der überteuerten Telefonrechnungen nutzten unbekannte Hacker eine Sicherheitslücke in den Routern der Opfer aus. Auch, wenn in der Fritzbox bereits das Sicherheitsupdate aufgespielt wurde - eine hundertprozentige Sicherheit gibt es im Internet nicht. Deshalb hat Radio K.W. für Sie einige Empfehlungen, die für noch mehr Sicherheit sorgen:

Nutzen Sie auf jeden Fall ein Antivirus-Programm. Es schützt den Computer und scannt Internetseiten während des Surfens auf Schädlinge. Es gibt kostenlose Programme zum Download, zum Beispiel Microsoft Security Essentials für Windows. Windows 8 und Windows 8.1 bringen bereits ein integriertes Antivirus-Programm mit, hier müssen Sie das System aktuell halten, indem Sie alle nötigen Windows-Updates installieren. 

Veraltete Programme wie Adobe Flash, Adobe Reader oder Java sollten auf dem Rechner immer aktuell sein. Die offiziellen Links zu den aktuellen Versionen finden Sie weiter unten. 

Falls WLAN genutzt wird, das am besten mit dem höchsten Standard (WPA2) und einem starken Passwort verschlüsseln. Je mehr Sonderzeichen im Passwort enthalten sind, desto schwieriger ist es für Hacker zu entschlüsseln.

Beispiel: Ein Passwort wie "taschenbuch" ist unsicher. Ein Passwort wie "+0täl-s!ch3r" ist dagegen sicherer, da mehr Sonderzeichen enthalten sind. Generell gilt: Wörter, die im Wörterbuch stehen, sind am leichtesten knackbar. Auch Kombinationen aus Geburtsdaten oder Adressen sind einfach zu erraten, sobald der Hacker den Adresssatz seines Opfers besitzt - neutrale oder ausgedachte Wörter sind hier empfehlenswert.

Adobe Reader (PDF-Programm) erhalten Sie hier

Adobe Flash (spielt zum Beispiel YouTube-Videos ab) erhalten Sie hier

Oracle Java (Laufzeitumgebung für manche Internetseiten benötigt) erhalten Sie hier 

> Kostenloses Antivirus-Programm Microsoft Security Essentials für Windows 

> Kostenloses Antivirus-Programm für Apple iMac bei chip.de  


Weitersagen und kommentieren
...loading...