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Gesetze: Das ändert sich zum 01. Juli 2014

Entspannt im Urlaub: Die Handygebühren für Telefonate im EU-Ausland sinken ab 01. Juli, für die Autoreise sollten die Warnwesten aber nicht vergessen werden.

Zum 01. Juli ändert sich bei vielen Gesetzen einiges. Damit Sie den Überblick haben, hier von uns die wichtigsten Änderungen zusammengefasst: 

Autofahrer müssen Warnwesten parat haben

Die leuchtenden und auffälligen Warnwesten sind ab sofort Pflicht in Fahrzeugen. Alle Fahrer von PKW, LKW oder Bussen müssen mindestens eine Warnweste dabei haben. Zusätzlich für jeden Mitfahrer eine Weitere, das heißt bei einem voll besetzten klassischen Fünf-Personen-Wagen müssen auch fünf Warnwesten mitgeführt werden. Achtung beim Kauf: Nicht jede Warnweste ist geeignet. Das Aussehen der Warnwesten ist gesetzlich genau geregelt, das Kontrollzeichen EN471 oder die europäische Norm EN ISO 20471:2013 schaffen Klarheit.

Telefonieren im Ausland wird schrittweise günstiger

Nach einem Masterplan werden die Gebühren für das EU-Roaming, also das Telefonieren, SMSen und Surfen im Europäischen Ausland, mit der Zeit immer weiter nach unten gedrückt. Ab dem 01. Juli darf eine Minute maximal 23 Cent kosten, eine SMS 7 Cent. Eingehende Anrufe im Urlaub schlagen mit maximal 6 Cent pro Minute zu Buche, ein MB Daten für das mobile Internet kostet maximal 24 Cent. Checken Sie vor der Urlaubsreise noch einmal Ihre Tarifoptionen beim Provider, denn diese dürfen auch eigene Auslandspakete schnüren und darin teurere Gebühren verlangen. Sie können beim Netzanbieter auf den Auslandstarif mit den neuen EU-Preisen wechseln. 

Ohne grüne Plakette geht's in vielen Ruhrgebietsstädten nicht mehr. (Foto: DEKRA)

Ohne grüne Plakette fährt im Ruhrgebiet nichts

In vielen Ruhrgebietsstädten gilt jetzt eine verschärfte Umweltzone. Das heißt: Nur noch Autos mit einer grünen Feinstaubplakette dürfen überhaupt in die Städte einfahren. Wer ohne grüne Plakette in einer Umweltzone fährt, muss 80 Euro Strafe zahlen. Im Kreis Wesel müssen noch mehr als 15.000 Autofahrer ihren PKW umrüsten, ein neuer Partikelfilter schlägt mit 1500 Euro zu Buche.

Steigende Rentenbezüge, Mütterrente und abschlagsfreie Rente mit 63

Für viele Rentner steigt die Rente: In den alten Bundesländern steigen die Bezüge um 1,67 Prozent, in den neuen Bundesländern wachsen die Bezüge um 2,53 Prozent. Damit folgt man der Entwicklung bei Löhnen und Gehältern. Diese Angleichung wird jährlich am 01. Juli vorgenommen.

Interessant für Mütter oder Väter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden: Die Mütterrente tritt in Kraft. Ein zusätzliches Jahr Kindererziehungszeit wird für vor 1992 geborene Kinder angerechnet, damit gibt es einen Entgeltpunkt mehr und letztendlich etwas mehr Rente.

Neu ist auch die abschlagsfreie Rente mit 63: Wer mindestens 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat, kann davon profitieren. Das betrifft im Wesentlichen die Geburtsjahrgänge zwischen 1951 und 1963.


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